Lohnende Ideen für Alleinerziehende

Offenbach - (mcr) Millionentage in Offenbach: Noch bevor Hessens Innenminister Volker Bouffier am Freitag den Landessegen und voraussichtlich rund zehn Million Zuschuss-Euro für das neue Kickersstadion vorbeibringen wird, bekommt die Offenbacher „MainArbeit“ von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz die Zusage für eine ebenfalls erkleckliche Summe.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales belohnt die für die Versorgung der Offenbacher Hartz-IV-Empfänger zuständige Institution am heutigen Mittwoch in Berlin für ihre guten Ideen zum Bundesprogramm „Förderung von Alleinerziehenden auf dem Arbeitsmarkt“. Die Auszeichnung kommt der Lizenz zu einem kräftigen Griff in den vom Ministerium befüllten Fördertopf gleich. Wert der Offenbacher Vorschläge zum Thema „Arbeit mit Familie“: rund eine Million Euro.

Das Geld ist für zusätzliche Maßnahmen bestimmt. Partner der „MainArbeit“ im neuen Projekt sind das städtische Jugendamt, die Industrie- und Handelskammer, die Servicestelle Bildung, das Bildungswerk Centro di Cultura e Formazione, der deutsch-marokkanische Freundschaftsverein und das Inbas-Institut Offenbach, das die wissenschaftliche Begleitung übernehmen wird.

Umsetzen lassen sich dank dieser Vernetzung beispielsweise spezielle Angebote für Alleinerziehende mit Migrationshintergrund, die intensive Ansprache von Unternehmen der Region, Beratungs- und Coachingmaßnahmen. „Wir wollen in der Stadt ein System von Förderangeboten schaffen, das es allen Frauen ermöglicht, ihre Vorstellungen der Verbindung von Familie und Beruf zu verwirklichen“, kommentiert Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Birgit Simon.

In Fokus ständen Frauen, die Arbeitslosengeld II beziehen. Denn Arbeitslosigkeit von jungen Müttern führe sehr schnell zur Armut und Benachteiligung von Kindern. Charlotte Buri, federführend für die Angebote für junge Frauen, sieht das Projekt als gute Ergänzung zu Maßnahmen wie dem Familienservice für „MainArbeit“-Kundinnen“ und der neuen Kindertagesstätte „Potzblitz“, in der besonders flexibel auf den Betreuungsbedarf von erwerbstätigen Müttern eingegangen werden kann.

330 Träger hatten sich am Ideenwettbewerb beteiligt, 75 wurden zur Durchführung eines Modellprojekts ausgewählt.

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