Front gegen neue Hürden am Flughafen

Lufthansa und Co. schlagen Alarm

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Offenbach - Warnung vor neuen Einschränkungen am Frankfurter Flughafen: Kurz vor den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und Grünen - gestern in Wiesbaden - hat die Luftverkehrswirtschaft einen „Brandbrief“ an Ministerpräsident und Hessen-CDU-Chef Volker Bouffier geschickt.

Betriebsbeschränkungen dürften „nur als letztes Mittel“ ergriffen werden, heißt es in dem Schreiben der Chefs von Lufthansa, Flughafentreiber Fraport sowie der Chartergesellschaften TUIfly und Condor. Der Frankfurter Flughafen sei „unter den weltweit zehn größten Airports der einzige mit striktem Nachtflugverbot“.

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Die Unternehmensmanager fühlen sich jetzt schon gegenüber der Konkurrenz benachteiligt - zum Beispiel durch hohe Kosten für den Schallschutz. „Als internationales Drehkreuz kann Frankfurt nicht auf die beiden Randstunden von 22 bis 23 Uhr und 5 bis 6 Uhr verzichten“, heißt es im Brief. Denn genau in diesen Zeiten fänden die Interkontinentalflüge statt.

Menschenkette gegen Fluglärm

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Hintergrund des Appells: Regierungschef Bouffier hatte vor Beginn der inzwischen laufenden Koalitionsgespräche in Aussicht gestellt, das derzeit sechsstündige Nachtflugverbot könne auf „sieben Stunden Lärmpause“  erweitert  werden. Flughafenbetreiber Fraport soll zudem die Pläne zum Bau des neuen Flughafen-Terminals 3 noch einmal überprüfen.

psh

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