Luminale

Der Erste macht das Licht an

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Farbenprächtige Illuminationen spiegeln sich im Main: In diesem Jahr geht die Luminale auch aufs Wasser.

Offenbach - Offenbach leuchtet: An der Luminale, alle zwei Jahre parallel zur Frankfurter Messe „light + building“, ist die Kreativstadt mit 35 Projekten beteiligt. Ein Stadtplan zeigt, ein Pendelbus verbindet die Stationen. Von Markus Terharn 

„Mach das Licht aus, wenn du gehst. “ Klingt wie ein Tipp in Sachen Klimaschutz, ist aber Motto einer Installation. So steht’s in schwarzen Lettern auf weißem Grund in einem Leuchtkasten am Rathaus. Es ist eine von fünf Sprechblasen, welche die Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk an der Fassade der Verwaltungsburg anbringen. „Say Say Say“, entstanden in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Klaus Günther vom Exzellenzcluster Normative Ordnungen der Universität Frankfurt, ist zu sehen bis Freitag, 4. April, wenn das Licht ausgeht.

Eingeschaltet wird es am Samstag, 29. März, 20 und 22 Uhr, im Hafen 2 (Nordring 129). Studenten der Schule für Mode Grafik Design (Bernardstraße) zeigen von ihnen entworfene Leuchtstoffmode. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintritt kostet sieben Euro. Ansonsten ist der Zutritt durchweg gratis. Von Sonntag (30. März) an erstrahlt Offenbach nach Einbruch der Dunkelheit im schönsten Licht.

Ein Lichtlabor

Mehr Informationen gibt es im Internet.

Hafen 2 und Hafen, wo die Luminale auch aufs Wasser geht, zählen in diesem Jahr zu den Schwerpunkten, ebenso das Nordend. Allein die Heyne-Fabrik (Ludwigstraße 180a) wartet mit fünf Aktionen auf. So verwandelt eine Gruppe international tätiger Lichtdesigner aus Amsterdam das Gelände in ein Lichtlabor. Als güldenes Kalb der Neuzeit inszeniert der Künstler Walter Gerstung den Motor. Hausherr Thomas Kypta fordert mit „Schreib was“ die Kreativität der Besucher heraus. Pelusa Petzel und Claudia Riquelme fügen Objekte zur Licht- und Toninstallation „Dialog“. Und bei der Firma Novex befasst sich Ina Pause-Noack mit Transparenz und Transzendenz. Eine Außenstelle existiert am Restaurant Kanouhou an der Bernardstraße: Im Kirschbaum hängen Buchstaben des Berber-Alphabets, für einige als Lektüre nutzbar, für andere als Ästhetik genießbar.

In der Heyne-Fabrik wird die Installation „Dialog“ aufgebaut.

Eine weitere Dependance bildet die Firma Nordlicht am Hertzweg. Unter dem Titel „Künstlicht“ haben Studenten sich Gedanken zum Thema künstliche Helligkeitsquellen gemacht. Analog zum Geocaching, der GPS-gestützten Schnitzeljagd, gibt’s erstmals ein „Lumicaching“ des Bauamts. Besucher können an einzelnen Standorten versteckte Caches aufspüren, daraus einen Lösungssatz bilden und attraktive Preise gewinnen. Praktisch ausgebucht ist dagegen die Radtour mit Georgios Kontos zu einzelnen Orten am Mittwoch, 2. April. Infozentren sind eingerichtet im Hafen 2, in der Heyne-Fabrik und in der Akademie für interdisziplinäre Prozesse (Ludwigstraße 112a). Ein Stadtplan mit allen Projekten in Offenbach ist dort sowie in der OF-Info (Salzgässchen 1) erhältlich.

Bilder der Luminale 2012

Luminale 2012 bringt Städte zum leuchten

Kostenlos verkehrt an allen sechs Tagen der Luminale-Express der Offenbacher Verkehrs-Betriebe zwischen dem Frankfurter Paulsplatz und der Offenbacher Firma Nordlicht. Busse starten ab 18 Uhr, letzte Abfahrt ist um 23 Uhr. Weitere Haltestellen: Nordring, Marktplatz, Rathaus und Ledermuseum.

Federführend in der lokalen Gesamtorganisation ist Ria Baumann von der Wirtschaftsförderung. Amtsleiter Jürgen Amberger beziffert die Kosten fürs Stadtsäckel auf 15.000 Euro. Das sei – gemessen an Qualität und Quantität des Gebotenen – ein günstiger Preis. In diesem Sinne: Licht an!

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