Mängel bei Aufklärung

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Der Umgang mit Energiesparlampen ist ein typisches Beispiel für Mängel bei der Aufklärung von Verbrauchern. So landen ausgebrannte Energiesparlampen zu oft im Hausmüll.

Offenbach - Der Umgang mit Energiesparlampen ist ein typisches Beispiel für Mängel bei der Aufklärung von Verbrauchern. So landen ausgebrannte Energiesparlampen zu oft im Hausmüll. Von Peter Schulte-Holtey

Nur rund 35 Prozent der alten Energiesparlampen werden getrennt gesammelt und umweltgerecht verwertet“, meldet jetzt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Gründe dafür gebe es viele: Die Rückgabemöglichkeiten seien unzureichend, die Sammelstellen zum Teil umständlich zu erreichen, die Verbraucher seien schlecht über die Rückgabepflicht informiert.

Die Händler werben zwar gern mit den Effizienzvorteilen, sagen aber nur selten etwas zur richtigen Handhabung alter Energiesparlampen, haben Testbesuche der DUH ergeben. „Die Einzelhandelsgeschäfte sollten den Kunden einen echten Service bieten und die alten Energiesparlampen im Geschäft zurücknehmen“, so eine DUH-Expertin. „Aber sie informieren ja nicht einmal!“ Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und müssen daher als Sondermüll entsorgt werden. Die Umwelthilfe fordert Einzelhandelsgeschäfte auf, Kunden schon am Verkaufsregal verständlich und umfassend über die Entsorgung, zum Beispiel in den kommunalen Wertstoffhöfen und bei Schadstoffmobilen, zu informieren.

Zum Hintergrund: Am 1. September fiel der Startschuss für den Glühlampenausstieg in der Europäischen Union. Im ersten Schritt geht es der 100-Watt-Birne und sämtlichen matten Glühbirnen an die Fassung. Ab 2010 wird dann auch der Verkauf von klaren 75-Watt-Birnen verboten sein, ab 2012 sind sämtliche Glühlampen Vergangenheit.

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