Main statt Mittelmeer

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So wird’s bald wieder sein: Strandgefühl im Offenbacher King-Ka Beach Club mit Blick auf die Frankfurter Skyline.

Offenbach - Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen erwachen die alljährlichen Gerüchte: Eröffnet der King Kamehameha – kurz: King-Ka-Beach-Club im Offenbacher Hafen wieder? Oder haben die Betreiber, den Baggern zuvorkommend, alle Liegestühle zusammengeklappt und abtransportiert? Von Katharina Hempel

Nein, haben sie nicht. Die Halbinsel im Main wird zurzeit zwar unter dem Projektnamen Hafen 2 aufwändig erschlossen und bebaut; der Abschnitt des Beach-Clubs sei aber, wie Pressesprecherin Regina Preis von der Stadtwerke Holding Offenbach (SOH) erklärt, bislang nicht aktiv in der Bebauung und Vermarktung des Hafens. Das dauert wohl noch mindestens fünf Jahre.

Ab ersten April erleben Sonnenhungrige aus Offenbach und Umgebung also wieder an gewohnter Stelle Strandgefühle. Verstärkt werden diese durch Sonnenschirme, Bambushütten und 5000 Tonnen aufgeschütteten Sand, der bis zur Kaiserleibrücke leuchtet. Die King-Ka-Strandversion ist das Frischluft-Pendant zur gleichnamigen Diskothek auf der Frankfurter Partymeile Hanauer Landstraße. Der weit über die Grenzen Offenbachs hinaus beliebte Strandklub ist trotzdem keine Anlaufstelle allein für feierwilliges Jungvolk oder abgespannte Banker aus Mainhattan. Familien, vom Kleinkind bis zum Opa, sollen sich dort genauso wohlfühlen. King-Ka-Pressesprecher Sascha Klein: „Wir sind ganz klar nicht nur eine Partylocation oder Hipster-Strandbar, sondern zentraler Anlaufpunkt für alle, die ein bisschen Sonne tanken wollen und dafür vielleicht nicht ans Mittelmeer können.“

Sonntag ist der Familientag

Deswegen ist der Sonntag Familientag, der Strandclub schon mittags geöffnet und die Eintrittspreise vergünstigt. Während Papa die Fußball-EM auf der Großleinwand verfolgt und Mama im Yogakurs die Seele baumeln lässt, buddelt der Nachwuchs Sandburgen unter Aufsicht der kostenlosen Kinderbetreuung.

Sportfans kommen laut Sascha Klein nicht zu kurz: „Wir haben für diese Saison unseren Fokus noch stärker auf den Sport ausgerichtet.“ Plätze für Beach-Volleyball und Fußball gab’s schon, jetzt kommen noch kostenlose Fitnesskurse wie Pilates oder der neue Trendsport Zumba hinzu.

Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich das 11 000 Quadratmeter große Areal langsam zu einem Tanzboden unter freiem Himmel. Die bunten Scheinwerfer leuchten auf, die Musik wird lauter, die Getränke werden alkoholhaltiger. Diese Mischung ist erfolgreich: Der King-Kamehameha-Beach Club startet diesen Frühling bereits in seine neunte Saison.

An der Spitze der Hafenzunge

Weitere werden wahrscheinlich noch in den nächsten Jahren hinzukommen. Der Strandclub liegt an der Spitze der Hafenzunge und damit im dritten Bauabschnitt. Für die sieht der „Entwicklungshorizont“ einen Baubeginn nicht vor 2017 vor.

Und danach? Stadtwerke-Sprecherin Regina Preis: „Ich kann nur von dem sprechen, was das Jetzt betrifft. Wir sind momentan mit dem Beach Club im Gespräch, dass er dort bleibt, und sprechen mit der AGB Frankfurt, die für die Wohnbebauung zuständig ist, dass es zu keinen Interessenkonflikten zwischen Anwohnern und Besuchern im ersten Bauabschnitt kommt.“

Regina Preis kann sich vorstellen, dass auch nach Abschluss des Hafen-2-Projekts der King-Ka Beach Club noch präsent sein wird: „Er passt sehr gut in die Hafenentwicklung.“ Das würde PR-Mann Sascha Klein freuen: „Wir wollen definitiv dort bleiben. Dann ist es ja noch sinnvoller, dann ist der Hafen ja besiedelt.“

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