Trennsystem für Mainzer Ring

Offenbach - Die Entwässerung im Baugebiet Bürgel-Ost und am Mainzer Ring muss wegen geänderter gesetzlicher Vorgaben neu geregelt werden. Bislang existiert dort eine sogenannte Mischwasser-Kanalisation, wo Regen und Schmutzwasser gemeinsam fließen.

Das ist gemäß der seit zwei Jahren gültigen Neufassung des Wasserhaushaltsgesetzes wenn technisch möglich zu vermeiden. Eine Prüfung hat ergeben: Regen- und Brauchwasser können und müssen deshalb getrennt werden.

So wird nun dem geforderten Trennsystem in Form eines separaten Regenwasserkanals Rechnung getragen. Die ovalen, etwa einen Meter hohen Rohre werden im Zuge des weiteren Ausbaus des Mainzer Rings (zweiter Bauabschnitt) von der Schönbornstraße bis zum Kuhmühlgraben verlegt.

Errechnete Mehrkosten des zwangsweisen Systemwechsels: Knapp 1,2 Millionen Euro. Hört sich viel an, ist es in diesem Fall aber nicht. Denn unterm Strich bleibt wohl nur eine Belastung von 200.000 Euro. Verkehrsplaner Hans-Joachim Bier-Kruse erklärt, warum: Die Trenn-Kanalisation für Baugebiet und Ring schlägt mit insgesamt 2,5 Millionen Euro zu Buche. Dem steht gegenüber, dass der weitere Ausbau des Mischsystems sowie der damit verbundene Bau eines Regenrückhaltebeckens entfallen, was etwa 3,5 Millionen gekostet hätte. Die so eingesparte Million muss jetzt mit den 1,2 Millionen für den zusätzlichen Regenwasserkanal gegengerechnet werden. J mad

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