Mainzer Ring ist endlich auf der Zielgeraden

Bürgel (vs) - „Was lange währt. . . “ Der Neubau des Mainzer Rings hat endlich die Zielgerade erreicht.

Nachdem der Bewilligungsbescheid des Landes eingetroffen ist, hat die Stadt Offenbach nach erfolgter Ausschreibung den Auftrag für die Fertigstellung von Straße und Kanal im zweiten Bauabschnitt zwischen Kettelerstraße und Schönbornstraße in Höhe von 2,8 Millionen Euro vergeben.

Mit den Arbeiten wurde gestern begonnen. Je nach Witterung dürften sie etwa zwölf Monate dauern. In dieser Zeit müssen Autofahrer immer wieder mit einer Sperrung im Abschnitt zwischen Kettelerstraße und Schönbornstraße rechnen. Oberbürgermeister Horst Schneider erläutert: „Wir dürfen Aufträge immer erst vergeben, wenn das Land seinen Finanzierungsanteil schriftlich bestätigt hat. Mir wäre ein Ausbau in einem Zug lieber gewesen. Der erste Bauabschnitt wurde bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt. Jetzt können wir dank der guten Vorarbeit des Amts für Stadtplanung rasch das Startsignal für den Lückenschluss geben.“

Der Abschnitt ist etwa 750 Meter lang. Die Kreuzungen Kettelerstraße/Mainzer Ring und Schönbornstraße/Mainzer Ring werden als Kreisel wie an der Einmündung Rumpenheimer Straße/Anhalter Straße ausgebaut. Auf zirka 6 000 Quadratmetern Fahrbahn wird Splittmastixasphalt aufgetragen. Entlang der Straße werden 59 Feldahornbäume gepflanzt. 45 Lampen sorgen nachts für ausreichend Licht. 65 Einläufe lassen das Wasser bei Regen gut ablaufen.

Zufahrtmöglichkeiten bleiben erhalten

Der Weg ist begrenzt von 1500 Metern Hochborde aus Naturstein sowie 4000 Metern Hoch- und Tiefbordsteine aus Beton. Auf beiden Seiten der Fahrbahn wird ein Radweg in bituminöser Bauweise angelegt. Dafür wird eine 1400 Quadratmeter große Asphaltbetondeckschicht in einer feineren Körnung aufgetragen. Auf den Gehwegen werden 3300 Quadratmeter Betonsteinplatten verlegt. 400 Quadratmeter Parkstreifen sind mit Rasenfugenpflaster versehen. Für die Trennstreifen werden 800 Quadratmeter Natursteinpflaster verwendet.

In die Arbeiten eingeschlossen ist der Kanalbau vom Kuhmühlgraben bis zur Schönbornstraße. Auf diesem Streckenabschnitt stehen vier Bushaltestellen, alle in barrierefreier Bauweise. Die Überwege sind behindertengerecht mit Blindleitplatten angelegt.

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Während der Bauzeit bleiben für den Anliegerverkehr und die Kleingärtner am Mainzer Ring die Zufahrtmöglichkeiten erhalten. Informationen über kurzfristige Behinderungen gibt die ausführende Firma rechtzeitig weiter. Oberbürgermeister Horst Schneider: „Der Mainzer Ring entlastet die Bürgeler vom Durchgangsverkehr. Ich bin froh, dass aus dem Provisorium eine gut ausgebaute Umgehungsstraße wird.“

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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