Prozess am Landgericht Darmstadt

Mann niedergestochen: Angeklagter gibt Tat zu

Darmstadt/Offenbach - Zum Auftakt des Prozesses um einen Mordversuch an einem heute 40-Jährigen hat der Angeklagte die Tat gestanden.

Er gab am Dienstag vor dem Landgericht Darmstadt zu, mit einem Klappmesser zugestochen zu haben. "Meine Kleidung war mit Blut verschmiert", erzählte der 50 Jahre alte angeklagte Afghane. "Aber ich war betrunken." Ihm wird vorgeworfen, am 1. Mai 2009 in Offenbach das Opfer, einen Ingenieur, lebensgefährlich verletzt zu haben. Der mutmaßliche Täter war in Tschechien und Frankreich untergetaucht, im November 2017 wurde er bei der Einreise nach Deutschland festgenommen. Drei bis vier Stunden vor der Tat will der Angeklagte mindestens eine halbe Flasche Wodka getrunken haben.

Zum Motiv erklärte er, er sei in einen Familienstreit hineingezogen und aufgehetzt worden. Dabei sei es um die heute 26 Jahre alte Schwester des Opfers gegangen, die einen Bekannten des Angeklagten nicht habe heiraten wollen. Der Afghane und das Opfer sollen sich schon länger kennen. Der Prozess wird am kommenden Montag (13. August) fortgesetzt. (dpa)

Archivbilder

Bilder: Prozess gegen Schläger von Mark Herbert 

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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