„Manroland“ leiht nun auch Fachkräfte aus

Offenbach - Der Druckmaschinenhersteller „manroland“ hat einen neuen Geschäftsbereich „Industrieservice“ gegründet, der Fachkräfte an andere Firmen verleiht. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, werden „die Kompetenzen und das Know-how der manroland-Mitarbeiter“ vermarktet. Von Achim Lederle

Druckmaschinenhersteller „manroland verleiht hochqualifiziertes technisches Personal für ein weites Portfolio an Facharbeiteraufgaben ebenso wie Engineering-Dienstleistungen und das Projektgeschäft: Vom Maschinenbauingenieure über den Zerspanungsmechaniker bis zum Mechatroniker“, heißt es.

Offenbach Der Druckmaschinenhersteller „manroland“ hat einen neuen Geschäftsbereich „Industrieservice“ gegründet, der Fachkräfte an andere Firmen verleiht. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, werden „die Kompetenzen und das Know-how der manroland-Mitarbeiter“ vermarktet. „manroland verleiht hochqualifiziertes technisches Personal für ein weites Portfolio an Facharbeiteraufgaben ebenso wie Engineering-Dienstleistungen und das Projektgeschäft: Vom Maschinenbauingenieure über den Zerspanungsmechaniker bis zum Mechatroniker“, heißt es.

Auch für Beschäftigte aus Offenbach möglich

Wie der Augsburger Betriebsratsvositzende Jürgen Bänsch unserer Zeitung erläuterte, betrifft das neue Geschäftsfeld vor allem den Standort Augsburg, sei aber auch offen für Beschäftigte aus Offenbach und Plauen. „Anfangs wechseln 120 Mitarbeiter in die neue Sparte, davon etwa 20 aus Offenbach“, so Bänsch. Mittelfristig sollten über 300 Mitarbeiter im „manroland“ Industrieservice beschäftigt sein.

Wie Bänsch sagte, sei Hintergrund, dass das Unternehmen die vielen Fachleute vor allem am Standort Augsburg halten wolle. Nach der Wirtschaftskrise sei „manroland“ zwar wieder auf der Rückkehr in die Gewinnzone. „Gleichwohl wird nie mehr der Mitarbeiterstand vor der Krise erreicht werden“, sagte Bänsch. Deshalb habe „manroland“ aus der Not eine Tugend gemacht und wolle nun das hochqualifizierte Personal an andere Firmen ausleihen.

Dies habe nichts mit der aktuellen Leiharbeiter-Diskussion in Offenbach zu tun, die am Standort für Unruhe gesorgt hat (wir berichteteten). „Es geht ausschließlich um hochqualifiziertes technisches Personal. Wer zu manroland Industrieservice wechselt, bleibt Mitarbeiter von manroland. Es ergeben sich neue Perspektiven bei gleicher Entlohnung und gleichen Arbeitsbedingungen. Grundlage ist ein Tarifvertrag mit der IG Metall“, so Bänsch.

„Wir bezahlen gutes Geld für gute Arbeit“

Die Leitung der neuen Sparte hat zum 1. April Felix Wolf (38) übernommen. Der Maschinenbauingenieur war laut „manroland“ bisher Regionaldirektor von Yacht Teccon, einer Tochter des Personaldienstleisters Randstad.

Wolf sagte zu seiner neuen Aufgabe: „Die Herausforderung für uns ist, einen Newcomer im Markt der Personaldienstleistung richtig zu positionieren. Wir bezahlen gutes Geld für gute Arbeit nach dem Equal-Pay-Prinzip: gleicher Lohn für Stammbeschäftigte wie für Leiharbeiter.“

„Manroland“-Vorstandsvorsitzender Gerd Finkbeiner erläuterte: „Der neue Geschäftsbereich ist ein weiterer Schritt in unserer strategischen Neuausrichtung. Wir haben bereits langjährige Erfahrung in der Arbeitnehmerüberlassung. Dieses Geschäft wollen wir noch weiter ausbauen.“

Rubriklistenbild: © ThMeier

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