Langley will insolvente DruckChemie kaufen

Manroland-Besitzer auf Expansionskurs

Retfort/Ammerbuch - Das Unternehmen DruckChemie, der Hersteller von Chemikalien für die Druckindustrie, der im September in die Insolvenz gegangen ist, steht kurz vor der Übernahme durch die in England ansässige Industriegruppe Langley Holdings.

In der vergangenen Woche seien die Verträge unterzeichnet worden, teilte die britische Firma gestern mit. Nun werde auf die kartellrechtliche Freigabe gewartet. Der britische Unternehmer Tony Langley hatte 2012 das Bogengeschäft des damals insolventen Druckmaschinenherstellers „manroland“ in Offenbach übernommen. Heute firmiert die Firma unter dem Namen „Manroland Sheetfed“.

DruckChemie mit Sitz im schwäbischen Ammerbruch verzeichnet einen Jahresumsatz von etwa 75 Millionen Euro und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, wie das Unternehmen Langley berichtete. Die Firma sei Europas führender Hersteller von Druckchemikalien und verfüge über zahlreiche Standorte in Europa unter anderem in Hofheim sowie in Brasilien.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Vereinbarung zum Kauf von DruckChemie erzielen konnten“, erklärte ein Sprecher von Langley. „Das Unternehmen ergänzt unser Manroland-Druckmaschinengeschäft und unterstreicht darüber hinaus unser Engagement in diesem Bereich.” In den vergangenen Jahrzehnten hat Langley eine Reihe ergebnisschwacher Unternehmen gekauft und diese zu einem Konzern mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro zusammengeführt.

Kofferpacken bei Manroland in Mainflingen (Archiv)

Koffer packen bei manroland in Mainflingen

ku

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