„manroland“ auf Erholungskurs

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Der Druckmaschinenhersteller „manroland“ hat von der konjunkturellen Erholung und von einer starken Nachfrage in den Wachstumsregionen der Welt profitiert.

Offenbach (ku) - Der Druckmaschinenhersteller „manroland“ hat von der konjunkturellen Erholung und von einer starken Nachfrage in den Wachstumsregionen der Welt profitiert.

Im ersten Halbjahr 2011 habe sich der Auftragseingang im Bogen- wie im Rollendruckbereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent erhöht und liege bei 520 Millionen Euro, teilte das Unternehmen gestern mit. Das „bereits gute Auftragsvolumen im Segment Bogendruck“ am Standort Offenbach habe noch einmal leicht um zwei Prozent zugelegt. Der Bereich Rollendruck, der im vergangenen Jahr nicht von der Erholung profitieren konnte, habe ein deutliches Auftragsplus von 33 Prozent verzeichnet. Beim operativen Ergebnis (Ebit) ist „manroland“ mit minus 25 Millionen Euro erneut in die roten Zahlen gerutscht, konnte die Verluste gegenüber dem Vorjahr aber fast halbieren. Der Gesamtumsatz habe mit 435 Millionen Euro rund sieben Prozent über Vorjahresniveau gelegen, berichtete „manroland“ weiter. Hauptwachstumstreiber seien die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) gewesen. Für das gesamte Jahr 2011 peile das Unternehmen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro an.

Umsatz gesteigert

„manroland hat mit einem Auftragsplus und einer Steigerung des Umsatzes im ersten Halbjahr 2011 ein erfreuliches Ergebnis erzielt“, erklärte Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender des Druckmaschinenherstellers. „Durch die strategische Zusammenarbeit mit Océ im Bereich Digitaldruck wird ,manroland’ künftig seine führende Position weiter stärken.“ Seit diesem Jahr kooperiert „manroland“ mit der Océ Printing Systems GmbH, einem führenden Hersteller von Systemen für den digitalen Rollendruck.

„Die positive Entwicklung hat sich auf die Beschäftigungssituation ausgewirkt“, erläuterte das Unternehmen weiter. So sei die aufgrund der Krise notwendige Kurzarbeit im Werk Offenbach im Juni beendet worden. Der angekündigte Stellenabbau in der Gruppe verlaufe planmäßig. Bis Ende 2012 will „manroland“ die Zahl der Mitarbeiter auf unter 6 000 reduzieren. Dann sollen in Offenbach noch rund 1 600 Menschen beschäftigt sein, etwa 600 bis 700 in Plauen, 2 000 in Augsburg und 1 800 an anderen Standorten weltweit. Ende Juni beschäftigte das Unternehmen weltweit 6 630 Mitarbeiter.

Verlust fast halbiert

Die Kooperation mit Océ und die daraus resultierenden Möglichkeiten der Kombination aus Offset- und Digitaldruck würden auf reges Interesse der Kunden stoßen, teilte „manroland“ mit. Der zum 1. Januar gegründete Geschäftsbereich „manroland Industrieservice“, der zurzeit rund 100 Mitarbeiter beschäftige, solle auf etwa 300 Mitarbeiter wachsen. Der Druckmaschinenhersteller bietet Dienstleistungen im Maschinenbau an und reagiert eigenen Angaben zufolge damit auf die zunehmende Nachfrage nach Fachkräften. „Weiter wachsen wird auch der neue Geschäftsbereich ,manroland Mechatronische Systeme’ in Plauen.“ Er unterstütze Kunden bei der Erweiterung von Entwicklungs- und Produktionskapazitäten. „manroland“ übernehme die komplette Fertigstellung von Projekten ebenso wie die Herstellung und Montage von Einzelteilen. Die beiden Geschäftsbereiche, die im Rahmen der strategischen Neuausrichtung etabliert worden seien, würden im zweiten Halbjahr positiv zum Konzernergebnis beitragen, schätzt „manroland“.

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