„manroland“: Gespräche heute, Protest übermorgen

Offenbach (nb/dpa) - Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch trifft sich heute mit Vertretern des Offenbacher „manroland“-Werkes, der IG Metall und des Unternehmervorstandes, um über die Zukunft des Unternehmens zu sprechen. Derweil ist für Donnerstag, 1. Dezember, eine Demonstration geplant.

Im hessischen Wirtschaftsministerium haben Gespräche zur Zukunft des insolventen Maschinenbauers „manroland“ begonnen. Zunächst kam Minister Dieter Posch (FDP) heute Vormittag in Wiesbaden mit Vertretern der Belegschaft des Offenbacher Werkes und der Gewerkschaft IG Metall zusammen, wie eine Sprecherin berichtete.

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IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild hat Landesbürgschaften oder Unterstützung für Beschäftigungsgesellschaften ins Spiel gebracht. Es dürfe kein Arbeitsverhältnis ohne Anschlussperspektive beendet werden, verlangte er. Posch hat sich bislang nicht zu möglichen Hilfen im Kampf um die rund 1900 Arbeitsplätze in Offenbach geäußert. Ihm geht es nach eigenen Angaben zunächst um den Informationsaustausch. Es müsse geprüft werden, ob eine temporäre Unterstützung „überhaupt infrage“ komme.

Am Nachmittag trifft der Minister dann Vertreter des Unternehmensvorstands. Am Hauptsitz Augsburg hatte Poschs bayerischer Amtskollege und Parteifreund Martin Zeil (FDP) am Montag Forderungen nach Staatshilfen vorerst eine klare Absage erteilt.

Für Donnerstag (1.) ist eine Demonstration geplant: Ab 8.15 Uhr versammeln sich die Teilnehmer vor den Toren von „manroland“. Nach einer Auftaktkundgebung erfolgt gegen 8.45 Uhr ein Protestmarsch über die Mühlheimer Straße und Untere Grenzstraße zum Ostbahnhof Offenbach. Dort wollen die Teilnehmer gegen 9.30 Uhr mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof Frankfurt fahren. Auf dem Bahnhofsvorplatz ist eine Zwischenkundgebung geplant, anschließend marschieren die Teilnehmer vor das Allianz-Gebäude, wo ebenfalls eine Zwischenkundgebung stattfinden soll. Danach wollen die Demonstranten wieder zum Ostbahnhof Offenbach (Ankunft gegen 12.45 Uhr) fahren und wieder über die Untere Grenzstraße und Mühlheimer Straße zum Werk von „manroland“ marschieren, wo der Protest gegen 14 Uhr endet.

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