„manroland“ mit Gewinneinbruch

Offenbach - (al) Der Offenbacher Druckmaschinenhersteller „manroland“ meldet für das vergangene Geschäftsjahr bei Umsatz, Aufträgen und operativem Ergebnis deutliche Einbußen. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, sei 2008 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 52 Millionen Euro nach 125 Millionen Euro im Vorjahr erzielt worden. Dies entspricht einem Minus von 58 Prozent.

Der Umsatz fiel den Angaben zufolge um elf Prozent auf 1,727 Milliarden Euro, wobei der Exportanteil bei 80 Prozent gelegen habe. Der Auftragsbestand brach den vorläufigen Zahlen für 2008 zufolge um 33 Prozent ein.

„Das Servicegeschäft, das insbesondere Dienstleistungen und Ersatzteile (printservices) sowie Verbrauchsmaterialien (printcom) umfasst, konnte weiter ausgebaut werden“, so „manroland“ weiter. Die Umsatzrendite habe drei Prozent nach 6,5 Prozent im Jahr 2007 betragen.

2008 habe „manroland“ 21 Prozent weniger Aufträge verbucht als im Vorjahr, der Auftragseingang sei auf 1,396 Milliarden Euro zurückgegangen. Das Unternehmen sei mit einem Auftragsbestand von 701 Millionen Euro in das laufende Geschäftsjahr gestartet.

„2008 war branchenweit und auch für manroland ein schwieriges Jahr. Die entscheidenden Herausforderungen aber liegen noch vor uns. Unser im Januar 2009 eingeleitetes Maßnahmenpaket zur Zukunftssicherung sowie unsere Marktoffensive werden wesentlich dazu beitragen, dass wir aus der Krise gestärkt hervorgehen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Gerd Finkbeiner laut der Mitteilung.

Weltweit beschäftigte der Konzern im Vorjahr 8 656 Mitarbeiter, davon 84 Prozent im Inland. Wie bereits berichtet, werden im Rahmen des Maßnahmenpakets in Offenbach, Mainhausen, Augsburg und Plauen 625 Arbeitsplätze in indirekten Funktionen bis Mitte 2010 abgebaut. Außerdem wird das Werk Mainhausen geschlossen, die Produktion wird in das Hauptwerk Offenbach integriert. Auch in der weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisation sind bereits umfangreiche Effizienzsteigerungsprogramme umgesetzt worden, hieß es weiter. Gleichzeitig sei auch eine Marktoffensive durch den weiteren Ausbau des Geschäfts mit Dienstleistungen und Systemkomponenten sowie durch die „Platzierung wegweisender Produkte im Markt“ eingeleitet worden.

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