Für „manroland“ Haustarif vereinbart

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Der Vorstand der IG Metall und der Vorstand von „manroland“ haben den Haustarif für das krisengeschüttelte Unternehmen unterschrieben.

Offenbach ‐ Der Vorstand der IG Metall und der Vorstand von „manroland“ haben den Haustarif für das krisengeschüttelte Unternehmen unterschrieben. Das hat ein Sprecher des Druckmaschinenherstellers gestern unserer Zeitung bestätigt. Von Marc Kuhn

Für die Mitarbeiter bedeute dies eine Kürzung des Jahreseinkommens von durchschnittlich zehn Prozent, sagte Peter Wich, Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall in Offenbach. Die Mitarbeiter seien nicht begeistert gewesen, erklärte die Betriebsratsvorsitzende von „manroland“, Alexandra Roßel. Der Haustarif sei aber „die bessere Lösung“. Mit der Übereinkunft werden 100 Entlassungen verhindert. 

Sie sieht vor, dass die Firma den Mitarbeitern in Offenbach in diesem Jahr kein Urlaubsgeld zahlt. Das Weihnachtsgeld wird um 70 Prozent gekürzt, wie Wich bestätigte. Zudem leistet „manroland“ keine Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge. Auf diese Weise sollen am hiesigen Standort etwa zehn Millionen Euro eingespart werden.

60 Prozent der Belegschaft in Offenbach hatten den Haustarif zuvor abgelehnt. Würden aber die Standorte Augsburg und Plauen dazugezählt, habe die Mehrheit der Mitarbeiter von „manroland“ für das Sparpaket gestimmt, erläuterte Wich. Am Montag habe der Vorstand der IG Metall die Übereinkunft beschlossen, sagte der Gewerkschaftssekretär.

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