„manroland“: IG Metall in der Kritik

Wiesbaden/Offenbach - (ku) Im Ringen um die Zukunft des insolventen Druckmaschinenherstellers „manroland“ in Offenbach wird der Ton zwischen Landesregierung und IG Metall schärfer.

In Bezug auf den Europäischen Globalisierungsfonds, der für eine finanzielle Unterstützung der Transfergesellschaft angezapft werden könnte, verfüge die Landesregierung über keine Zuständigkeiten und könne sich demnach auch keine Versäumnisse vorwerfen lassen, erklärte das hessische Sozialministerium gestern in Wiesbaden. Hier sei vielmehr der Insolvenzverwalter gefragt, mit dem zuständigen Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kontakt aufzunehmen. Die Antragstellung erfolge ausschließlich über dieses Ministerium.

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Am Vortag hatte der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild kritisiert, die Landesregierung habe es versäumt, in Brüssel entsprechende Vorklärungen für den Fonds zu treffen. „Jetzt wird nach einem Netz gesucht, während das Kind im freien Fall in den Brunnen ist“, hatte Schild erklärt.

Bislang kein Konzept

„Die Hessische Landesregierung hat bislang alles getan, was in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt und wird dies auch weiterhin tun“, erklärten Sozialminister Stefan Grüttner und Wirtschaftsminister Dieter Posch. „Die Landesregierung steht zu ihrer Zusage, mögliche Fortführungs- und Finanzierungskonzepte zu prüfen und sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen am Standort Offenbach einzusetzen“, teilte die Minister weiter mit. „Bislang hat jedoch der Insolvenzverwalter kein vollständiges Konzept vorgelegt. Dies sollte zügig geschehen.“ Für die Beschäftigten des Offenbacher „manroland“-Standortes komme es darauf an, dass zügig alle Möglichkeiten ausgelotet werden, erklärte die Landesregierung weiter.

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