Manroland: Keine Entlassungen, aber Lohnverzicht

Offenbach/Mühlheim - Der neue Manroland-Eigentümer Tony Langley plant vorerst keine weiteren Entlassungen. Um den Standort zu sichern, setzt die Geschäftsführung auf Lohnverzicht.

Die Belegschaft des Druckmaschinenherstellers Manroland Sheetfed kann durchatmen: Nach der Übernahme drohen an den Standorten Offenbach und Mühlheim vorerst keine weiteren Entlassungen, wie der neue Eigentümer Tony Langley heute betonte: „Bei den Mitarbeitern ist enorm viel guter Wille spürbar." Der britische Investor hatte das Werk des insolventen Maschinenbauers Manroland vor knapp vier Wochen übernommen.

Im Offenbacher Werk für Bogendruckmaschinen verloren im Zuge der Insolvenz gut die Hälfte der ursprünglich rund 1760 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Die Verbliebenen sollen mit einem Lohnverzicht zur Sicherung des Standorts beitragen. In diesem Jahr erwarte er schwarze Zahlen, sagte Langley.

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Zwar ist der Druckmaschinenhersteller zum Mittelständler geschrumpft. Es seien aber weder Aufträge storniert worden noch Geschäft verloren gegangen. Um die Aufträge abzuarbeiten, komme es nun auf jeden Kopf an, sagte der von Langley eingesetzte Geschäftsführer Alfred Rothländer.

Neue Aufträge will Manroland Sheetfed vor allem im Fernen Osten und in Russland an Land ziehen. Hoffnung setzt das Unternehmen auch auf die weltweit wichtigste Messe Drupa in Düsseldorf, wo im Mai die komplette Produktpalette gezeigt wird.

dpa

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