Kommentar: Perspektive für Roländer

Der Schrecken sitzt den Roländern sicherlich noch in den Knochen. Nach den wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre sind sie zwar Leid gewöhnt. Die Insolvenz war aber doch noch ein Schock. Von Marc Kuhn

Nun können die Mitarbeiter von „manroland“ zu Weihnachten aber zumindest mal durchatmen. Schließlich verdichten sich die Spekulationen über eine Trennung des Offenbacher Standorts von den ungeliebten Augsburgern.

Einige Interessenten sollen angeklopft haben. Eine Zerschlagung des insolventen Druckmaschinenherstellers ist für die hiesigen Roländer auf jeden Fall eine Perspektive. Ihre Bogendruckmaschinen gelten bei Kunden und potenziellen künftigen Käufern schließlich als hochmodern. Edle Verpackungen, die mit den Bogendruckmaschinen hergestellt werden, finden nicht zuletzt in den boomenden Regionen Asiens reißenden Absatz - aber nicht nur dort. Dieses Segment hat Zukunft, während der Rollendruck im Digital-Zeitalter vor weiteren Herausforderungen stehen dürfte. Ginge das Offenbacher Werk von „manroland“ im Konzern eines neuen Investors auf, würde die Chance auf eine Gesundung der Sparte nachdrücklich wachsen. Auch die Zusagen an die Lehrlinge zeigen, dass die Insolvenzverwalter an die Zukunft der Firma glauben.

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