Klage gegen Manroland: Ex-Mitarbeiter scheitern

Offenbach  - Ehemalige Mitarbeiter des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland sind mit Klagen gegen ihre Aufhebungsverträge gescheitert. Die Verträge bleiben gültig.

Das entschied heute das Arbeitsgericht Offenbach. Die 26 Ex-Mitarbeiter hatten die Verträge unterschrieben, bevor Manroland an einen Investor verkauft wurde. Vor Gericht argumentierten sie, ihnen seien damals falsche Tatsachen vorgespiegelt worden, um sie zum Abschluss der Auflösungsverträge zu bewegen. Eine arglistige Täuschung konnten die Kläger nach Ansicht des Gerichts aber nicht beweisen. Gegen das Urteil ist Berufung beim Landesarbeitsgericht möglich.

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Insgesamt sind noch gut 150 ähnliche Klagen früherer Manroland-Mitarbeiter anhängig: Sie glauben, der Insolvenzverwalter sowie die damalige Manroland AG hätten gewusst, dass das Werk in Offenbach verkauft werden sollte und dies verheimlicht, als die Auflösungsverträge auf dem Tisch lagen.
Die gescheiterten Mitarbeiter wechselten wie viele Kollegen zum 1. Februar 2012 in eine Beschäftigungsgesellschaft; am gleichen Tag wurde der Betrieb an die britische Langley Holding verkauft. Im Zuge der Insolvenz musste ein Großteil der rund 1700 Beschäftigten in Offenbach Manroland verlassen. Das Werk arbeitet unter dem Namen Manroland Sheetfed weiter.

dpa

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