Mark Medlock kein Vorbild für jungen Offenbacher

Offenbach - Schon wieder schickt Offenbach ein Gesangstalent in Dieter Bohlens Casting-Wahnsinn „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Bis jetzt kommt ein 22-jähriger Offenbacher ganz ohne trauriges Schicksal à la Mark Medlock aus. Allein seiner Stimme hat er seinen Einzug in den so genannten Recall zu verdanken.

Gegen 31.098 Mitstreiter setzte sich der Student durch und schaffte es unter die letzten 50 Kandidaten. Bereits zum sechsten Mal sucht RTL den neuen deutschen Superstar. Aus der vierten Staffel ging der Offenbacher Mark Medlock als Gewinner hervor. Der 30-Jährige überzeugte Jury und Zuschauer nicht nur mit seiner außergewöhnlichen Stimme, sondern sorgte mit seinem unangepasstem Wesen für Einschaltquoten und Aufmerksamkeit. Nicht nur sein Gesangstalent, auch sein trauriges Schicksal wurde medienwirksam vermarktet. Single, Album, Tour und Biographie machten aus dem „Bobbelsche“, wie sein Mentor und Produzent Dieter Bohlen ihn nannte, einen erfolgreichen Promi der Musikbranche. Zumindest für einen Moment. Ein Vorbild ist der Offenbacher Mark Medlock für den Studenten nicht. „Ich respektiere ihn als Künstler, aber er macht nicht genau das, was ich machen möchte“, sagt er. An seiner Karriere arbeite Medlock jedoch sehr geschickt, so der angehende Sänger. „Er ist ein Drecksack“, fügt er lachend hinzu. „Und das meine ich positiv.“

Der 22-Jährige hat das alles noch vor sich. Der gebürtige Frankfurter mit kroatischen Wurzeln singt, „seitdem er denken kann“ und spielt Klavier. „Mein Vater und ich haben früher immer gemeinsam musiziert“, erzählt er. Später sang er in einem Gospelchor. Heute singt er am liebsten Balladen. Sanft reiht sich Ton an Ton, wenn er zum Ständchen ansetzt. Textsicher und mit viel Gefühl macht der angehende Hotelmanager aus Songs von Brian Mcknight ganz eigene Stücke zum Augenschließen und Mitsummen. Auch die Juroren Diether Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller konnte er mit seiner Soulstimme überzeugen. Sein Lieblingslied durfte er beim ersten Casting jedoch nicht zum Besten geben. „Dieter Bohlen wollte von mir ein Stück von Aerosmith hören“, erzählt er. Und so gelang ihm mit „I Don’t Wanna Miss A Thing“ der Einzug in die zweite Runde, dem „Recall“. Nur die 50 besten Teilnehmer dürfen sich dann erneut vor der Jury beweisen. Mit drei anderen Kandidaten muss der Offenbacher „You Raise Me Up“ von Westlife singen und seine Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Auch wenn er über sich selbst sagt, nicht der typische Boygroup-Sänger zu sein, kommt er mit seinen Konkurrenten gut zurecht. „Nur Singen und Tanzen auf einmal würde schwierig werden“, sagt er lachend.

Ob er es noch ein weiteres Mal schafft, Musikproduzent Dieter Bohlen und dessen Kollegen von seinem Talent zu überzeugen, darf er noch nicht verraten. Heute Abend ist’s aber ab 20.15 Uhr bei RTL zu sehen. Er wird sich die Aufzeichnung daheim mit seiner Freundin anschauen.

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