Hundetag in Offenbach

Marken, Leinen und Kotbeutel gefragt

Offenbach - Besonderes Augenmerk auf Vierbeiner legte die Stadtpolizei am Hundetag. Das Ordnungsamt schickte über den Tag verteilt fünf Streifenwagen auf die Straße. Teils waren die Ordnungshüter zivil gekleidet, damit die Kontrollen unauffällig blieben.

Überprüft wurden 96 Vierbeiner – auf Steuermarken, Leinen und Kotbeutel. Die Spätschicht peilte beliebte Parkflächen an.

Die erste Ordnungswidrigkeit deckten die Ermittler nahe des Hessenrings auf. Ein älterer Herr war mit seiner vier Jahre alten Hundedame Jessi unterwegs. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass der Hund unangemeldet ist. Dies zieht ein Verwarnungsgeld nach sich – eine Anmeldung bei der städtischen Behörde ist erforderlich. „Ich komme nie da runner“, äußerte sich der Mann, der seine Hündin liebevoll „Schmusekatze“ nennt. Für sie und alle braven Hunde gab es an diesem Tag Leckerlis.

Trotz des Hundetags verloren die Stadtpolizisten ihren Sinn für sonstige Verstöße nicht: So entdeckten sie auf dem Weg zum Friedrichsweiher ein Stück Hasch, von den Leckerlis kaum zu unterscheiden. Nachdem die illegale Substanz beschlagnahmt war, ging die Suche nach Hunden weiter. Wegen des Regens blieben viele Halter indes zu Hause.

Einer hatte einen zehnjährigen Rüden bei sich, der angemeldet war, aber keine Hundemarke trug. Die Überprüfung dauerte schon mal etwas länger, die Anfragen an die Sachbearbeiter häuften sich. Viele Herrchen zeigten sich unaufgeklärt über das ordnungsgemäße Ausführen. Da passierte es, dass jemand eine Hundemarke mitführte, ohne es zu wissen.

Besonders geachtet wurde auf Kampfhunde, für deren Haltung in Deutschland eine Befähigung nachzuweisen ist. Der Besitzer eines Rottweilers etwa, am Anfang der Waldstraße unterwegs, führte den notwendigen Sachkundenachweis für die aufgelisteten Rassen bei sich.

Insgesamt leistete der Hundetag erfolgreich Aufklärungsarbeit für Frauchen und Herrchen. Die meisten zeigten sich kooperativ. Viele nutzten die Gelegenheit, auf unkorrektes Verhalten anderer aufmerksam zu machen.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Ordnungswidrigkeiten beim Gassigehen übrigens zurückgegangen. Dies ist auch den vielen „Dog-Stations“ zu verdanken, die das Beseitigen des Hundekots erleichtern.

jdi

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

Kommentare