Beliebter Treffpunkt am Markt wird trocken gelegt

+
Markthäuschen

Offenbach - Bei den Linken sorgt’s für „Magengrummeln“, bei der CDU für blankes Entsetzen und bei den Piraten zu der Überlegung, ob ein Verkauf - etwa für einen symbolischen Euro - nicht die bessere, also kostengünstigere Alternative gewesen wäre.

Wie auch immer: Jetzt wird das Markthäuschen saniert und umgebaut für 410 .000 Euro. Grund ist eine erhebliche Durchfeuchtung der Wände. Was verwundert, ist nicht allein die lange Genese: Bereits vor zwei Jahren hatte die Stadtverordnetenversammlung über die Sanierung des historischen Gebäudes diskutiert und den Magistrat nach Bedenken von Peter Janat (SPD) gebeten, eine neue Planung zu erstellen.

Nun wird’s rund 240.000 Euro günstiger als in der alten Planung. Als nun ein weiterer Parlamentarier sein Fachwissen einbringen will, gibt’s lautes Geschrei. Dominik Mangelmann, Bauingenieur und Experte für Fachwerk und historische Bauten, zeigte sich unzufrieden mit der eingeholten Expertise und der Planung: „Eine Menge Geld für fehlerhafte Leistungen.“

Darüber geriet der CDU-Stadtverordnete, der noch am Abend seine Bedenken und Alternativen per Hand skizzierte, mit Oberbürgermeister Horst Schneider in die Haare. Mangelmann: „Es ist doch die originäre Rolle von Stadtverordneten, Fachfragen zu stellen. Wenn dadurch eventuell Schaden für die Stadt Offenbach abgewendet wird - umso besser.“

Kommentare