Marktplatz-Umbau

Grüne: Flanieren statt hetzen

Offenbach (vs) - Die bisherigen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Umbau des Marktplatzes werden von der Stadtverordnetenfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemitteilung als Zeichen gewertet, dass die Bevölkerung überwiegend positiv auf eine Neugestaltung reagiert.

Umfrage zum Marktplatzumbau

Der Umbau des Marktplatzes in Offenbach wird heiß diskutiert. Wir haben Passanten und Einzelhändler gefragt, was sie davon halten würden, wenn der Marktplatz für den Autoverkehr gesperrt werden würde.

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„Der Markplatz muss ein attraktives Entree in die Innenstadt darstellen“, sagt die Stadtverordnete Lucia Gerharz, die auch Mitglied im Ausschuss Umwelt, Planen und Bauen ist. „Uns ist besonders wichtig, dass das Thema Klimaschutz, genauer die Anpassung des urbanen Raums an den Klimawandel, stärker beachtet wird. Der Platz soll also in Zukunft mehr Bäume und Fassadenbegrünung aufweisen.“ Konkret solle geprüft werden, wie das städtische Programm zur Fassadenverschönerung der „aktiven Innenstadt“ stärker zwecks Begrünung von Fassaden zur Anwendung kommen könne. Der Platzcharakter des Marktplatzes in seiner aktuellen Form sei kaum wahrnehmbar und müsse verstärkt werden. „Lärm und Abgase dominieren das Geschehen, dafür ist der zentrale Platz zu schade“, so Gerharz.

Mit einer Neugestaltung verbunden sind für die Grünen auch ökonomische Verbesserungen für die Situation des anliegenden Einzelhandels, etwa durch die Aufwertung des Shopping-Umfelds rund um den Marktplatz. So werde eine Erhöhung der Fußgänger- und Kundenfrequenz im Gebiet Marktplatz/ Wilhelmsplatz erwartet.

Bessere Aufenthaltsqualität

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Totale Sperrung nicht geplant

Aus Sicht der grünen Stadtverordnetenfraktion müssen die Maßnahmen in Sachen Durchgangsverkehr in ein Gesamtkonzept der Verkehrsführung für die Innenstadt eingebunden sein. Es könne nicht Ziel sein, die Erreichbarkeit vorhandener Parkhäuser einzuschränken. Andererseits werde es ohne eine Einschränkung des Durchgangsverkehrs auf dem Marktplatz nicht gelingen, eine bessere Aufenthaltsqualität zu erreichen und die Trennungswirkung von Frankfurter Straße und Wilhelmsplatz aufzulösen. Der Durchgangsverkehr könne ohne verkehrslenkende Maßnahmen nicht eingedämmt werden. Dafür sei ein Gesamtkonzept notwendig.

„Der Marktplatz muss in Verbindung mit dem Wilhelmsplatz gesehen werden. Ziel ist es, ihm ein ähnliches Flair zu verschaffen, auch wenn die Rahmenbedingungen dies erschweren. Er hat sein Gesicht im Lauf der Zeit schon oft gewandelt. Er war auch schon Straßenbahnhaltestelle, nicht nur Bushaltestelle, als die er heute leider vordringlich wahrgenommen wird. Es gilt, den Durchgangscharakter soweit wie möglich zu eliminieren und den Aufenthalt angenehmer zu machen“, schließt Lucia Gerharz.

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