FDP-Fraktion lehnt Marktplatz-Ideen ab

„Autofahrer nicht in die Irre leiten“

Offenbach - Als erste politische Kraft äußern sich die Liberalen zu den Siegerentwürfen für den Marktplatz-Umbau. Wenig überraschend: Die FDP sieht’s durchweg ablehnend.

Mit neuen Planungsideen wird nach Auffassung der FDP „aus dem unwirtlichen Marktplatz kein heimeliger Ort - er bietet nur ein Durcheinander von Busse, Autos und Fußgängern“. Zudem seien die Vorschläge nicht ansatzweise für den Etat zu verwirklichen, den die Stadt zur Verfügung stellt. „Der Siegerentwurf ist sicher nicht für 3,5 Millionen Euro zu haben. Damit zeigt der Entwurf nur, was wir uns nicht leisten können“, so Fraktionschef Oliver Stirböck. Der Freidemokrat spricht von „Wünsch-Dir-was-Planung“. Es sei durchaus zu begrüßen, die Trennwirkung des Platzes zwischen Fußgängerzone und Wilhelmspatz aufzuheben, allerdings nicht um diesen Preis - weder „finanziell noch verkehrspolitisch“.

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Die den Entwürfen zugrunde liegende Verkehrsplanung führe unter anderem zur Sperrung der Waldstraße an ihrem nördlichen Ende und leite die Autofahrer damit in die Irre. Gerade in einer Zeit, in der in Offenbach in seinem Kern immer mehr Wohnraum und damit auch Verkehr entstehe, sei es grenzwertig, „neue Staus zu produzieren“ und den Autofahrern das Leben und Einkaufen in Offenbach zu erschweren oder zu verleiden.

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mk

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