Nihad Moufadil ist Anliegerbeauftrage

Marktplatz-Umbau: Vorbereitet auf alle Eventualitäten

+
Gibt Informationen zum Marktplatzumbau: die Anliegerbeauftragte Nihad Moufadil.

Offenbach - Während des dreijährigen Marktplatzumbaus ist Nihad Moufadil eine wichtige Ansprechpartnerin bei Fragen, Beschwerden und Verbesserungsvorschlägen von Gewerbetreibenden, Beschickern, ÖPNV-Nutzern oder Passanten.

Im Gespräch mit Steffen Müller erklärt die städtische Anliegerbeauftragte, wie sie mit den Bedenken der Betroffenen umgeht und verrät, welche Gruppe sich am häufigsten beklagt.

Frau Moufadil, am 30. Juni rollen nach langer Vorplanung die Bagger an. Wie ist die aktuelle Stimmung bei den Geschäftsleuten, Beschickern und Anwohnern kurz vor dem Marktplatzumbau?

Die aktuelle Stimmung ist bei den genannten Zielgruppen unterschiedlich: Es gibt sowohl Befürworter als auch solche, die dem Umbau skeptisch gegenüber stehen, da sie zweifeln, dass die Bauzeiten eingehalten werden, oder ob die Geschäfte immer erreichbar sind oder sogar, dass es zu Umsatzeinbußen kommen könnte.

Wer wendet sich an Sie? Sind es eher die Einzelhändler, Passanten oder Anwohner?

Es sind überwiegend die Einzelhändler und Marktbeschicker, aber auch Eigentümer und vereinzelt die Anwohner aus dem Innenstadtbereich.

Erhalten Sie täglich mehrere Anfragen und Beschwerden oder hält es sich in Grenzen?

Es kommt beides vor. Es sind überwiegend Rückfragen zu den einzelnen Bauphasen und dem Umbau im Allgemeinen oder Fragen zu Bautätigkeiten Dritter im Innenstadtbereich. Der tägliche Kontakt zeigt mir, dass unser Angebot angenommen wird.

Welche Beschwerden oder Bedenken hören Sie am häufigsten?

Die meisten Bedenken kommen zur Erreichbarkeit der Geschäfte und des Wochenmarktes während des Umbaus. Die häufigste Befürchtung ist, dass solch eine lange Maßnahme zu Umsatzbußen führen kann, weil die Kunden wegbleiben.

Was tun Sie konkret, um den Bedenken der Anlieger entgegenzuwirken?

Als Anliegerbeauftragte ist es wichtig, die Bedenken eines jeden einzelnen Anliegers ernst zu nehmen und so schnell wie möglich an die zuständige Stelle in der Stadtverwaltung weiterzutragen. Darüber hinaus erfordert die Aufgabe, alle Fragen zum Bauablauf inhaltlich richtig beantworten zu können und gegebenenfalls im Dialog zu vertiefen. Die Anlieger erhalten alle Informationen über relevante Beeinträchtigungen und Veränderungen der bevorstehenden Baumaßnahme sowohl im persönlichen Gespräch als auch über die Internetseite www.marktplatz-umbau.de und über einen eigenen Newsletter.

Bilder: Marktbeschicker testen neue Zufahrt am Wilhelmsplatz

Üblich ist, dass immer nur kritisiert wird. Wenn etwas gut läuft, bleibt Lob meistens aus. Haben Sie dennoch auch positive Rückmeldungen erhalten?

Es gab durchaus positive Rückmeldungen, vor allem dass die Stadt Offenbach erstmalig ein Baustellenmarketing möglich gemacht hat. Ebenfalls ist meine Stelle als Anliegerbeauftragte direkt aus dem Wunsch der Anlieger und beteiligten Ämter entstanden.

Glauben Sie, dass der schwierigste Part Ihrer Arbeit bereits hinter Ihnen liegt, da im Vorfeld des Umbaus mit mehreren Gesprächen für Transparenz gesorgt wurde und mit der neuen Imagekampagne für Verständnis geworben wird, oder geht es mit dem Beginn der Bauarbeiten auch für Sie erst richtig los?

Durch die Länge der Maßnahme und den Vorbereitungen in den letzten sechs Monaten kann man die Schwierigkeiten noch nicht bewerten. Es gab sowohl jetzt schwierigere Tage aber auch sehr positive Tage und das wird es auch während der Bauzeit geben. Die Baustelle und das damit verbundene Vorhaben sind dynamisch und nicht immer kalkulierbar, deshalb muss man sich von vorneherein auf alle Eventualitäten einstellen und wenn schwierigere Tage auftreten für die Anlieger ansprechbar sein.

 

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare