Sanierungskosten bei rund 218.000 Euro 

Marode Büsing-Balustrade

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Die Stadt muss den Sandstein auf der Terrasse sanieren lassen: Die Kosten werden auf 218 000 Euro geschätzt. Die Standsicherheit ist fraglich, deshalb wird die Sandsteinbalustrade des Büsingpalais durch eine Stahlkonstruktion gestützt.

Offenbach - Mit großer Bürgerbeteiligung einst als „gud Stubb“ der Stadt Anfang der 80er Jahre wiederaufgebaut, ist das Büsingpalais längst überwiegend kommerziell genutzt. Von Thomas Kirstein

Von einigen „Veranstaltungsfenstern“ abgesehen, dient der neubarocke Bau an der Herrnstraße dem benachbarten Sheraton-Hotel als Kongresszentrum.

Um die Substanz des nur historisch wirkenden Baus muss sich allerdings weiter die Stadt kümmern. Im Mietvertrag ist vereinbart, dass die Instandhaltung der Bausubstanz („Dach und Fach“) Aufgabe der Stadt ist. So muss sich der Magistrat 218.000 Euro von den Stadtverordneten bewilligen lassen, um die Sandsteinbalustrade auf der Terrasse sanieren lassen zu können. Die aus einzelnen Elementen zusammengesetzte Brüstung auf der Westseite ist 32 Meter lang, 7,50 Meter breit und 80 Zentimeter hoch.

Wie der gesamte Mitteltrakt stammt diese Absturzsicherung etwa aus dem Jahr 1982. 30 Jahre hat sie nicht unbeschadet überstanden. Schon im März 2011 hat ein Ingenieurbüro Schäden festgestellt. Laut der Vorlage des Magistrats sind diese entstanden „aufgrund konstruktiver Mängel an der massiven Unterkonstruktion der Terrasse und des allgemeinen Erhaltungszustandes der Konstruktion“. Standsicherheit und vor Absturz sichernde Funktion seien nicht mehr gewährleistet, befanden die Fachleute. Seit einiger Zeit dient eine als Sofortmaßnahme vorgesetzte Stahlkonstruktion als Hilfsabstützung.

So marode ist der Bieberer Bahnhof

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Bei diesem Provisorium soll es nicht bleiben. Auch die Leitung des Sheraton-Hotels hat den Zustand schon wiederholt bemängelt. „Um auch zukünftig eine nachhaltige Mieteinnahme aus dem Objekt zu sichern, ist die Sanierung dringend notwendig“, lässt der Magistrat die Stadtverordneten wissen. Falls der Regierungspräsident den Nachtragshaushalt für 2013 genehmigt, darf repariert werden. Die Balustradenelemente werden abgebaut, um sie später wieder auf einen neuen Stahlbetonsockel zu montieren.

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