Mehr als die Hälfte sind Migranten

Offenbach (mad) - Die Einwohnerzahl von Offenbach hat Ende des vergangenen Jahres einen historischen Höchststand erreicht: Mit 121.970 Personen lebten zum 31. Dezember 2011 so viele Menschen in der Stadt wie nie zuvor.

Das geht aus dem neuen Quartalsbericht der städtischen Statistiker hervor, der Zahlen über Bevölkerung, Wirtschaft und Verkehr, Arbeitsmarkt, Soziales, Kultur und Umwelt enthält.

38.783 der in Offenbach lebenden Menschen haben keinen deutschen Pass. Der Anteil der Nicht-Deutschen an der Bevölkerung liegt bei 31,8 Prozent, Offenbach gehört damit zu den Spitzenreitern in Hessen.

Zahl der Arbeitslosen wieder gestiegen

Mittlerweile weist die Statistik Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund in einer eigenen Rubrik aus, deren Anteil in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist. Ende 2011 waren das 66 250, das ist ein Anteil von 54,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Als Personen mit Migrationshintergrund werden nicht nur die Nicht-Deutschen, sondern auch alle diejenigen gezählt, die selbst oder deren Eltern aus einem anderen Herkunftsland kommen, aber inzwischen eingebürgert sind.

Weiter geht aus dem Quartalsbericht hervor, dass nach Entspannung in den Vorjahren die Zahl der Arbeitslosen wieder gestiegen ist. Ende 2011 waren 6 144 ohne Job. Rückläufig ist dagegen die Zahl derer, die Hartz IV erhalten. Sie ging im Jahresschnitt von 13 688 Beziehern 2007 auf 12 369 im Jahr 2011 zurück. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Wohnsitz Offenbach stieg im selben Zeitraum von 37 384 auf 39 724.

Den Quartalsbericht können Interessenten von den Internetseiten der Stadt herunterladen.

Rubriklistenbild: © AP

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