Dienstleistungssektor stark vertreten

Mehr Mitglieder bei IHK Offenbach

+

Offenbach - Obwohl die Zahl der Gründungen in Stadt und Kreis gesunken ist, verzeichnet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach mehr Mitglieder. Ihre Zahl ist 2012 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 42 610 gestiegen, wie die Kammer gestern mitteilte.

Die Zahl der im Handelsregister eingetragenen Unternehmen sei um über 100 auf 10.035 gestiegen. „Das produzierende Gewerbe hat in der Region Offenbach einen Anteil von zwölf Prozent an der Gesamtzahl der Unternehmen und bietet für rund 20 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Arbeitsplätze“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. Ein Großteil der Firmen - 62,8 Prozent - sei dem Dienstleistungssektor zuzuordnen. Der Einzelhandel mache rund 15 Prozent der Mitglieder aus.

2012 sei die Zahl der Unternehmensneugründungen gegenüber dem Vorjahr nochmals von 9 034 auf 8 673 zurückgegangen, hieß es. Insgesamt sei jedoch der Saldo aus Gewerban- und -abmeldungen für den IHK-Bezirk positiv. Den 8 673 Anmeldungen stünden laut Statistischem Landesamt 7 848 Abmeldungen gegenüber.

Jeder zweite Gründer mit Migrationshintergrund

Die meisten Gründer seien zwischen 21 und 40 Jahren alt gewesen. Mit einem Anteil von 32 Prozent gründeten deutlich weniger Frauen als Männer ein Unternehmen. Jeder zweite Gründer in Stadt und Kreis Offenbach habe einen Migrationshintergrund. „Existenzgründer aus Rumänien und Bulgarien nehmen die Spitzenplätze ein“, erläuterte Weinbrenner. „Grund hierfür ist die eingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit, welche noch bis 31. Dezember 2013 für die beiden genannten EU-Mitgliedsstaaten gilt. Migranten sind vor allem in den Bereichen Abbrucharbeiten, Trockenbau, Hausmeisterdienste und Bauhelfer tätig.“

„Bereits 2011 setzte mit der Abnahme an Neugründungen ein Trend ein, der sich 2012 weiter fortgesetzt hat. Hauptgrund hierfür ist die weiterhin stabile Lage am Arbeitsmarkt, welche qualifizierten Fachkräften gute Einkommensperspektiven bietet“, berichtete Weinbrenner. Hinzu komme die Reform der staatlichen Förderung, des Gründungzuschusses, welche zu einem deutlichen Rückgang bei den Gründungen aus der Arbeitslosigkeit führe.

ku

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare