Melodien aus Oper und Operette

Offenbach - (mk) „Land der Träume“, „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“, „New York, New York“. Ein bunter Strauß bekannter Melodien wird im Ledermuseum gebunden.

Das Frühlingskonzert mit Chor und Solisten beginnt am Samstag, 9. Mai, um 19 Uhr in der Frankfurter Straße 86. Die Chorgemeinschaft Volkschor Offenbach/Sängerchor des TVO lockt Besucher unter der Überschrift: „Komm mit mir ins Land der Träume“. Das Konzert mit Spendenaufruf dient nicht allein einem musikalischen Zweck. Denn an diesem Melodien-Abend heißt es zudem: „Wir sind ganz Chor für Unicef.“

Damit folgen die Sänger einem Aufruf des Deutschen Chorverbandes und Unicef, ihre Stimme für Kinder in Afrika zu erheben. „Träumen Sie sich an ferne Strände und ferne Länder, in das Land der Operetten und Opern, träumen Sie von Bier und Wein, von Wien und New York, von Liebe und Leidenschaft und genießen Sie einen Samstagabend mit Sologesang und Chormusik“, wirbt Volkschor-Vorsitzender Erich Wegel.

Die Solisten Julia Rother (Sopran), Dirk Eisermann (Tenor), Pavel Smirnov (Bariton) und Karin Heidrich (Klavier) singen und spielen zudem gern gehörte Evergreens. Der Chor präsentiert seine große Bandbreite mit Chorliedern von Franz Abt bis Friedrich Silcher und von Johann Strauß bis Harry Belafonte. Für den Auftritt führt Dirigent Dr. Heino Risse drei Chöre zusammen. Neben den Offenbachern treten Eintracht Mühlheim und Frohsinn Rodenbach mit auf die Bühne.

„Für so einen Auftritt sind wir zu klein. Da muss jede Stimme mit mindestens vier Sängern besetzt sein. Das schaffen wir nicht“, bedauert Wegel. Dennoch freut er sich ebenso wie die anderen Aktiven auf den Abend. „80 Sänger auf der Bühne. Das gibt einen tollen Klang. Es macht Spaß, so zu singen.“ Dafür opfern die Chöre viel Zeit. Die Vorbereitung auf das Konzert dauert ein gutes Jahr. Das erklärt auch die zeitliche Nähe zum Chorwettbewerb der Stadt: „Unseren Termin mussten wir lange vorher festlegen“, sagt Ingrid Herbert, 2. Vorsitzende und im Vorstand des Sängerkreises Offenbach aktiv.

Der Erlös des Spenden-Aufrufs ist für das Programm „Schulen für Afrika“ gedacht. In Angola, Ruanda, Malawi, Mosambik, Simbabwe und den ärmsten Provinzen Südafrikas baut oder repariert Unicef Schulen, versorgt die Kinder mit Schulmaterial und bildet Lehrer aus. „Die Kinder brauchen eine starke Stimme, damit ihre Nöte und Bedürfnisse gehört werden“, erklärt der Präsident des Deutschen Chorverbandes, Henning Scherf. Das haben zumindest die Offenbacher Chorgemeinschaft verinnerlicht.

Eintrittskarten zum Preis von zwölf Euro gibt es im Vorverkauf im OF-Infocenter (Salzgässchen), im Ledermuseum, bei allen Chormitgliedern und an der Abendkasse.

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