Elektrofestival zurück in Offenbach

„Merkwürdiges Verhalten“: Wiederholung denkbar

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Mit rund 2000 Besuchern fiel die 15. Auflage des Elektro-Festivals „Merkwürdiges Verhalten“ zwar deutlich kleiner aus als zu Beachclub-Zeiten. Die Veranstalter wollen trotzdem weiter machen.

Offenbach - „Merkwürdiges Verhalten“ ist zurück in Offenbach: Nach vielen Jahren im King Kamehameha Beach Club auf der Hafeninsel waren die Organisatoren des Electro-Festivals aufgrund einer fehlenden Location 2014 für ein Jahr nach Neuss umgezogen. Von Sascha Eyßen

Für die 15. Auflage am Samstag kehrte man zurück in der Heimat, nach der Schließung des Beach Clubs allerdings auf das Gelände von Robert Johnson und MTW am Nordring. Bis 23 Uhr feierte das Partyvolk draußen, verteilt auf „Greenfloor“, „Terracefloor“ und „Circus Tent Floor“. Danach zogen die Besucher nach drinnen um. Die Organisatoren zeigten sich mit der Rückkehr in die Heimat durchaus zufrieden. Auch, wenn der Zuspruch nicht an alte Beachclub-Zeiten anknüpfen konnte. „Es sind auf jeden Fall weniger Leute da als früher“, zieht Sascha Euler Bilanz, der gemeinsam mit Christian Daam Chef der Eventagentur „plus1“ ist, die für das „Merkwürdige Verhalten“ verantwortlich zeichnet. Damals seien es bis zu 4000 Besucher gewesen, „heute dürften wir bei etwa der Hälfte sein“, berichtet Euler.

Bei den Machern ist man dennoch froh, wieder in Offenbach zu sein: „Die Veranstaltung gehört einfach hier her“, findet Sascha Euler. Das Festival “Merkwürdiges Verhalten“ hatte seine Premiere einst auf einer Pferdekoppel in Urberach gefeiert, ab der dritten Auflage war man lange Jahre im Beachclub beheimatet. Nach dem einjährigen Gastspiel an einer Kiesgrube in Neuss, das aufgrund des schlechten Wetters ein Reinfall war und die Veranstalter auch finanziell schmerzte, ist das Gelände von Robert Johnson und MTW nun also der vierte Standort.

Bilder: „Merkwürdiges Verhalten“ zurück in Offenbach

Am Nordring hatte man auch schon zu Beachclub-Zeiten oft After-Partys veranstaltet. „Wir haben hier eine super Lösung gefunden“, ist sich Sascha Euler sicher, der auch die Zusammenarbeit mit der Stadt lobte: „Es wäre spitze, wenn wir hier jetzt immer einmal im Jahr im Freien feiern dürften.“ Das Festival ist vor allem wegen seiner renommierten und weltbekannten DJs beliebt. „Unser Haupt-Headliner Ricardo Villalobos ist seit 15 Jahren dabei, der hält uns die Treue“, sagt Sascha Euler. Dies sei keine Selbstverständlichkeit. „Es gibt auch andere, die wir früher gebucht haben, und die heute nur noch zu utopischen Gagen kommen würden“, bedauert er.

Doch auch so sind die Investitionen groß: „Das gebuchte Line-up ist sechsstellig“, verrät Euler. Seit Montag waren die Veranstalter, deren harter Kern zehn Personen umfasst, mit dem Aufbau für die Freiluft-Party beschäftigt. Die vielen Hütten hatten die Macher selbst zusammen gezimmert. An der Bühne des „Greenfloor“, so Euler, hätten zwei Schreiner noch bis Samstagfrüh um sieben gewerkelt. Erste Kommentare im Internet lobten die Party draußen, sehen für drinnen aber Verbesserungsbedarf.

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