Metalldiebe suchen Spielplatz und die Müllverbrennung heim

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Auf der Beuteliste standen die Stahlseile von Kletterpyramiden wie der auf dem Spielplatz am Friedrichsweiher.

Offenbach (tk) - Offizieller Tatbestand ist Sachbeschädigung. Doch dürften kaum Zweifel bestehen, dass es sich um einen verhinderten Diebstahl von Metall handelt: einer, der fatale Folgen für Kinder hätte haben können.

Aber ein ESO-Reinigungstrupp entdeckte rechtzeitig, dass an der blauen Kletterpyramide auf dem Friedrichsweiher-Spielplatz drei massive Verankerungsseile aus Stahl durchtrennt worden waren, gekappt vermutlich mit einem als „Knollenpetze“ bekannten Seitenschneider. Abhanden kam dort jedoch nichts.

Weitaus ergiebiger war der Raubzug von Buntmetalldieben an der Offenbacher Müllverbrennung. An der Dietzenbacher Straße holten sie 700 Kilogramm Kupferkabel aus einem Container. „Am Dienstagmorgen war das Schloss an dem Baucontainer samt Buntmetall weg“, berichtete die Polizei gestern.

Massives Wirken von Metalldieben im Rhein-Main-Gebiet

Einen Zusammenhang mit anderen, auch überregionalen Vorkommnissen der jüngeren Zeit stellt die Pressestelle des Präsidiums nicht her. Das massive, möglicherweise organisierte Wirken von Metalldieben im Rhein-Main-Gebiet ist indes offensichtlich. Der bescheidene Offenbacher Spielplatz-Fall passt in das Gesamtbild, dass derzeit selbst niet- und nagelfest Erscheinendes aus immer wertvoller werdendem Metall nirgendwo mehr sicher vor Dieben ist.

„Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand nur die Standsicherheit beeinträchtigen wollte“, bestätigt der ESO-Sprecher Oliver Gaksch den Verdacht des versuchten Metallklaus am Friedrichsweiher. Die Stadt bittet um Übermittlung eventueller Beobachtungen in der Nacht von Montag auf Dienstag: 069-80654545.

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