Jagd auf Metalldiebe eröffnet

Offenbach (mic) - Metalldiebe haben in Stadt und Kreis Offenbach in den vergangenen Monaten erheblichen Schaden angerichtet. Die Polizei nannte gestern in einer Zwischenbilanz sowohl Firmen als auch Privatleute als Opfer. Die Tendenz der Fälle sei steigend.

Die Lage hat sich derartig zugespitzt, dass man nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Jagd nach den Tätern bittet.

Beim Metalldiebstahl reißen sich die Kriminellen vorzugsweise Gegenstände unter den Nagel, die aus Kupfer oder Messing bestehen. Dabei sei es, so Polizeisprecher Ingbert Zacharias, egal, um was es sich bei den Beutestücken handele. Neben gebrauchsüblichen Rohren und Blechen würden sakrale Gegenstände wie Grab- oder Kirchenschmuck, Metallzaunteile, Dachrinnen oder Verarbeitungsabfälle geklaut. Selbst vor Kanaldeckeln oder Eisenbahnschienen machten die Metalldiebe nicht Halt.

Die Kripo ermittelt in mehreren Fällen, bei denen die Beute sogar im Tonnenbereich liegt. Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Diebe oft aus dem weiteren Balkangebiet kommen und gut organisiert sind. Meist sind die Täter in der Nacht oder am Wochenende aktiv; oft werden Unternehmen und privaten Baustellen zuvor ausbaldowert. Durch fingierte Nachfragen nach Arbeitsstellen oder zum Kauf gesuchter Metalle können sich die Täter leicht ein Bild von ihrem ausgewählten Objekt machen. Zum Abtransport verwenden sie in der Regel Lieferwagen etwa in der Größe eines Sprinters. An den Autos sind häufig ausländische Kennzeichen aus Südosteuropa oder dem Mittelmeerraum angebracht. Aber auch Fahrzeuge mit deutscher Zulassung, wie beispielsweise Kurzzeit- oder Ausfuhrkennzeichen, werden von den Metalldieben benutzt. Die Täter stellen oft ihre Transportfahrzeuge vorübergehend an Straßen und Plätzen ab. In diesem Zusammenhang bittet die Kripo die Bevölkerung um Unterstützung bei der Fahndung. Passanten oder Anwohner, denen ein Fahrzeug wie zuvor beschrieben auffällt, sollen die Ordnungshüter informieren. 24-Stunden-Hotline: 069/8098-1234.

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