Minotaurus herrscht über Dreieichpark

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Künstler Bernd Rosenheim legt beim Aufstellen seiner Skulptur selbst mit Hand an.

Offenbach ‐ Die Anlage hat eine neue Attraktion: Vor dem Rosenheim-Museum steht seit gestern Bernd Rosenheims Edelstahlfigur „Minotaurus“. Von weitem begrüßt die Skulptur die von der Frankfurter Straße kommenden Besucher und weist den Weg zum Museum.

Seit Oktober ist der Minotaurus in der Ausstellung „Bernd Rosenheim – Variationen“ zu sehen gewesen. Dort fand er große Beachtung. Vor der Eröffnung der neuen Ausstellung mit Werken des chinesischen Malers und Graphikers Yongbo Zhao war der Umzug angesagt. Wie schon bei seiner Ankunft im Herbst, schulterten auch gestern starke Jugendliche vom Boxclub Nordend die Figur und setzten sie vorsichtig auf seinen neuen Standort.

Mehr Bilder vom Minotaurus:

„Minotaurus“ im Dreieichpark

Acht Jahre lang – von 2000 bis 2008 – arbeitete Bernd Rosenheim in Irland und im Odenwald an der Figur. Sie ist ein Höhepunkt seines bisherigen bildhauerischen Schaffens. Den Minotaurus versteht der Künstler als Herrscher der Unterwelt, einen Mittler, der mit der rechten Hand in die Tiefe weist. Jedoch verbreitet die schlanke elegante Figur keinen Schrecken. Mit seinem geharnischt wirkenden Körper, den weit ausladenden spitzen Hörnern und seiner geschlossenen Faust strahlt die Figur Virilität und Entschlossenheit aus.

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