Minus bei Gewerbesteuer in Offenbach

Wiesbaden (dpa/sjm) - Schwerer Schlag für Offenbach: Im ersten Halbjahr zahlten die Unternehmen laut dem Statitischen Landesamt in Wiesbaden mit 23,5 Millionen Euro 12,2 Prozent weniger an Gewerbesteuern als im Vorjahreszeitraum.

Offenbach ist damit im Vergleich mit anderen kreisfreien Städten in Hessen die Ausnahme.

Nach Angaben der Statistiker haben die hessischen Kommunen von April bis Juni so viel Gewerbesteuer eingenommen wie noch nie in einem einzelnen Quartal. Mit mehr als 1,2 Milliarden Euro lag die Summe um 41,1 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres war es sogar ein Plus von 43,2 Prozent, so das Statistische Landesamt. Die Behörde sprach von einer überraschenden Steigerung nach den „eher mageren Jahren infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise“.

Im ersten Halbjahr 2012 nahmen die Kommunen insgesamt fast 2,1 Milliarden Euro ein und damit 12,3 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Allein die Stadt Frankfurt konnte von April bis Juni dieses Jahres ihre Einnahmen aus der Gewerbesteuer mit 489,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppeln – ein weiterer Rekord, wie die Behörde berichtete.

Auch die anderen kreisfreien Städte legten deutlich zu. Darmstadt hatte im ersten Halbjahr mit 95,2 Millionen Euro mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (plus 114,5 Prozent) in der Kasse. Wiesbaden kann in diesem Zeitraum auf Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 124,6 Millionen Euro blicken (plus 31,9 Prozent) und Kassel mit 100,4 Millionen auf ein Plus von 22,5 Prozent.

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