Organisatoren nehmen „Mission“-Niederlage sportlich

Es bleiben Netzwerke

Offenbach - Trotz aller Anstrengungen und allen Engagements: Es hat nicht gereicht für Offenbach im „Mission-Olympic“-Finale. In Berlin ging der Preis für die aktivste Stadt Deutschlands an Bocholt.

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Nachdem Offenbach schon von den Bewegungspunkten her im Rückstand gelegen hatte, entschied sich auch die offizielle Jury so und vergab den Preis tatsächlich nach Nordrhein-Westfalen. „Wir nehmen das Ergebnis sportlich – frei nach dem Motto: Dabei sein ist alles“, zeigt sich Bürgermeister und Sportdezernent Peter Schneider einen Tag nach der Gala als guter Verlierer. An Einsatzwillen und Engagement hat es jedenfalls nicht gemangelt. Knapp 200 Sportangebote gab es beim Finalwochenende am 6. und 7. September, an denen sich nach Schätzung der Organisatoren etwa 70.000 Menschen aus Stadt und Kreis beteiligten, um Offenbach bei dem Wettbewerb zu unterstützen.

Insgesamt kamen so 243.201 Punkte für die Mainstadt zusammen. In Bocholt waren es nach dem Finalwochenende aber 271.070. Diese Führung bedeutete aber noch nicht den Sieg für die Münsterländer, denn am Ende lag die Entscheidung bei der Jury in Berlin. Diese hatte die Qualität und Vielfalt des sportlichen Angebots zu beurteilen. Letztlich triumphierte auch dabei Bocholt und bekam so den mit 50.000 Euro dotierten Preis. Offenbach erhält immerhin 15.000 Euro. Was genau am Ende den Ausschlag für die Entscheidung gab, behielt die Jury für sich. „Klar sind wir enttäuscht, dass wir nicht den ersten Platz belegen konnten“, zeigt sich Sportamtsleiter Jürgen Weil vom Ergebnis ernüchtert. „Trotzdem haben wir getan, was wir konnten, weshalb wir auf den zweiten Platz durchaus stolz sein können.“

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So sieht Weil auch nicht nur den Wettbewerb als gute Erfahrung für die Stadt Offenbach, sondern auch als wegbereitend für die zukünftige Zusammenarbeit der Stadt mit ihren Sportvereinen. „Da sind Netzwerke entstanden, die den Anstoß geben können für spätere Aktionen in Offenbach“, zieht Weil eine positive Bilanz der Organisation. „Denn Aktionen wie ,Runter vom Sofa – raus vor die Tür‘ stehen ja immer noch an.“ Die Resonanz der Teilnehmer sei generell sehr gut ausgefallen. „Viele Leute haben gefragt, wann so etwas in Offenbach wieder stattfindet“, erzählt Jürgen Weil erfreut. „Vor allem die Aktionen im Büsingpark sind gut angekommen.“

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pb

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