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Bubble Football: Der doppelte  Blasenspaß

Offenbach - Mal ehrlich: Die üble Verletzung des Kickers-Fußballers Sascha Korb wäre beim Bubble Football nicht passiert. Der Rechtsverteidigers wurde nach rüder Grätsche eines Kahlers nach dem Freundschaftssspiel ins Krankenhaus gebracht. Von Martin Kuhn

Bei der Variante mit der Blase wäre der Gegner vermutlich von Korb abgeprallt – kein Foul, keine Knieverletzung. Wer’s mal ausprobieren möchte, ist bei der Mission Olympic richtig. Genauer: im Büsingpark. „Natürlich darf jeder mitspielen“, wirbt die Initiatorin Lena Burggraf, „das ist ja schließlich das Ziel der Mission.“ Dann kann es ja nur heißen: Rein ins Trikot, äh, in den Bumper! Sportamtsleiter Jürgen Weil findet vielleicht den passenden und anschaulichen Vergleich: „Man fühlt sich ein wenig wie Obelix.“ Dabei spielt er eher auf die Leibesfülle des wehrhaften Galliers ab und nicht auf den Umstand, dass dieser als Kind in einen Topf mit Zaubertrank gefallen ist. Einen solchen brauchen die Akteure bei der trendigen Aktivität nicht. Allenfalls einen ordentlichen Schluck isotonische Erfrischung danach. Denn nicht allein auf dem Spielfeld, auch in der schützenden Ummantelung könnte es hitzig werden.

Burggraf darf etwas orakeln: „Am Final-Wochenende sollte es trocken sein; zu warm ist auch nichts, da es in dem Bumper noch viel wärmer ist. Bei den aktuellen Temperaturen halten trainierte Fußballer maximal 15 Minuten durch.“ Daher wird vor dem Büsingpalais die Spielzeit je nach Wetterlage variieren – zwischen 8 und 12 Minuten. Das dürfte Jürgen Weil freuen: Die verkürzte Spielzeit steigert die Zahl der Teilnehmer!

Bubble Football

Um nicht auf die falsche Spur zu kommen: Beruflich hat Lena Burggraf nichts mit Fußball zu tun. Sie ist allerdings seit früher Kindheit an Fußball interessiert. „Ich gehe als Offenbacherin regelmäßig auf die Kickers und verfolge die Bundesliga mit großem Interesse.“ Sie absolviert seit zwei Jahren eine Ausbildung bei der Webdesignfirma Polaris Media in Offenbach als Kauffrau für Marketingkommunikation. Und so war der Weg bereitet zur Bereicherung der lokalen Mission Olympic. Mitverantwortlich ist dafür ihr Chef.

Burggraf fasst das so zusammen: „Dr. Patrik Jungen hatte die Idee, dass ich einmal weg vom Tagesgeschäft komme und ein Event planen darf. Zuvor hatte er die Bälle im Fernsehen gesehen, sich an den Rechner gesetzt, um an Informationen über die Bälle (Bumper) zu kommen.“ Ihm sei dabei aufgefallen, dass es keinen Anbieter in Deutschland gibt. „Daraufhin hat er sich zum Ziel gesetzt, die Bälle in Deutschland bekannt zu machen.“ Kürzlich haben sie mit ihrer Agentur die 1. Hessische Meisterschaft und das Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft ausgerichtet. Dabei beschränkt sich die junge Offenbacherin nicht nur auf die Organisation. „Mir macht auch das Spiel in dem Bumper großen Spaß“, verrät sie.

Mission Olympic - Offenbach ist Finalstadt

Die Grundidee des Blasen-Fußballs: Gespielt werden kann nahezu überall – egal ob Rasen, Kunstrasen, Sand oder Hallenboden; es sollten nur keine Stöcke, Steine oder anderen spitze Gegenstände rumliegen. Bisher haben sie aber lediglich im Heusenstammer Soccer-Center trainiert und getestet. In Offenbach geht’s also vors große Publikum.

Die Regeln in Grundzügen: Jedes Team besteht aus vier Feld- und zwei Ersatzspielern, die immer in fliegendem Wechsel auf das Spielfeld dürfen. Einen Torwart gibt es nicht. Körperkontakt ist ausdrücklich erwünscht, allerdings gibt es auch dafür Regelungen. „Bumpen“ von hinten oder außerhalb des Sichtfelds ist nicht erlaubt und zieht eine Ermahnung mit sich – in Form der bekannten gelben Karte. Wiederholt der Spieler dieses Foul, wird er für 30 Sekunden vom Platz gestellt. Tore dürfen nur ab der gegnerischen Hälfte erzielt werden, „denn ein bisschen sollen sich die Spieler ja auch bewegen“. Mal sehen, wie viele Offenbacher sich von dem kugeligen Spaß anstecken lassen...

Mission Olympic: Offenbach wird sportlich

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