Mission Olympic

Investition mit bescheidener Wirkung

+
Die olympische Mission war für die teilnehmenden Bürger und Vereine eine Kraftanstrengung und eine schöne gemeinsame Leistung. Der Skandal überschattet indes die positiven Aspekte.

Offenbach - Es dürfte die am teuersten erkaufte Prämie in der Geschichte des Breitensports sein. Es gibt laut Bürgermeister und Sportdezernent Peter Schneider aber auch einen positiven Aspekt.

Das Finale der Mission Olympic rein ökonomisch betrachtet: 336. 000 Euro, davon 280.000 Euro nicht durch Coca-Cola-Geld und Sponsoren gedeckt, hat der inzwischen suspendierte städtische Sportamtsleiter investiert, um Offenbachs Breitensport im besten Fall mit 50.000 Euro fördern zu können. Da die Stadt aber gegen Bocholt verloren hat, sind’s nur 15 .000 Euro.

Wie die Stadt gestern mitteilte, ist die vom amerikanischen Limobrauer ausgelobte Prämie eingegangen. Bürgermeister und Sportdezernent Peter Schneider betont, dass dieses Geld zweckbestimmt für die Sportförderung vorgesehen ist. Es soll dem Ausbau der sportlichen Infrastruktur Offenbachs sowie der Unterstützung von Bewegungsprojekten und Vereinen dienen.

Lesen Sie dazu auch ein Interview mit Peter Schneider.

Über die Verwendung der Mittel berät und entscheidet die Sportkommission anhand von Anträgen der Vereine auf Zuschüsse für konkrete Maßnahmen oder die Anschaffungen langlebiger Sportgeräte. Peter Schneider dankt allen Teilnehmern für ihr sportliches Engagement während der vergangenen Monate. Das Engagement erfülle ihn mit großem Stolz.

Finale in Offenbach

Nach zwei erfolgreichen Wettbewerbsphasen, darunter die Bewerbung und Teilnahme-Aktivierung sportlicher Initiativen, hatte die offizielle Jury Offenbach neben Bocholt in Nordrhein-Westfalen als Finalstadt in der Kategorie der großen Städte ausgewählt. Anfang September 2013 richtete Offenbach mit beträchtlichem Aufwand sein zweitägiges Finale von Mission Olympic aus. Ende November des vergangenen Jahres zeichnete die Jury Bocholt als „Deutschlands aktivste Stadt 2013“ aus, Offenbach erhielt den zweiten Platz.

Geht es nach dem Bürgermeister, wird dieses Ergebnis nicht von der Diskussion über die erst nach der Veranstaltung bekannt gewordenen Mehrkosten für die Stadt überschattet – diese Sachverhalte müssen noch geklärt und juristisch geprüft werden. Der positive Aspekt, so Schneider, solle nicht mit der sportlichen Leistung tausender Offenbacher vermischt werden, die gezeigt habe, dass Sport hier eine wichtige Rolle spiele. Das bleibt wohl ein frommer Wunsch.

Bilder von Mission Olympic

Mission Olympic: Sport rund um die Uhr

tk

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare