Mission Olympic

Keine Stadt-Ermittlungen gegen Dezernenten

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Offenbach - Die Bündnispartner SPD, Grüne und Freie Wähler haben mit ihrer Mehrheit in einer Sondersitzung der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung gestern Abend verhindert, dass das städtische Revisionsamt auch die Rolle der zuständigen Dezernenten beim Mission-Olympic-Debakel untersucht.

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Linke, Republikaner und Neues Forum unterstützten einen entsprechenden gemeinsamen Antrag von CDU, FDP und Piraten. In diesem war auch die Prüfung möglicher Regressansprüche gegen den Stadtkämmerer, Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) und den Sportdezernenten, Bürgermeister Peter Schneider (Grüne), verlangt worden. Gegen die beiden Dezernenten ermittelt bereits nach Anzeige mehrerer CDU-Mitglieder die Staatsanwaltschaft.

Die Koalition brachte einen eigenen Änderungsantrag durch. Darin ist von einer Verantwortung der Dezernenten nicht die Rede. Stattdessen soll der Magistrat nun prüfen, „welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, damit Organisationsrisiken innerhalb der kaufmännischen Abteilungen in Zukunft verhindert werden können“.

Das zwischen Offenbach und Bocholt ausgetragene Finale des von Coca-Cola und Deutschen Olympischen Sportbund organisierten Breitensportwettbewerbs Mission Olympic hätte für die Stadt kostenneutral sein sollen. Stattdessen schlugen durch einen – nach bisherigen Erkenntnissen – unkontrollierten Alleingang des inzwischen suspendierten Sportamtsleiters an die 360.000 Euro zu Buche, von denen 295.000 Euro an der Kommune hängen bleiben. Auch gegen den Beamten ermittelt, auf Anzeige des Magistrats, die Staatsanwaltschaft.

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie morgen in der Printausgabe der Offenbach-Post.

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