Kritik an Aufarbeitung

Mission Olympic: Auch FDP sieht eine Mitschuld

Offenbach - Nachdem bereits die CDU wegen des Finanzdebakels um Mission Olympic harsche Kritik an der Stadtspitze geübt hat, gesellt sich gestern die kleinere Oppositionsfraktion FDP hinzu.

Fraktionschef Oliver Stirböck wundert sich darüber, wie die Kostenexplosion aufgearbeitet wird. „Es liegt der Verdacht nahe, dass mit dem Amtsleiter schnell ein Sündenbock an den Pranger gestellt werden soll, um von der eigenen Mitverantwortung abzulenken“, meint er in Richtung Magistrat. Dafür spreche auch, dass die Grünen für ihren Sportdezernenten Peter Schneider die „absurde Verteidigungslinie“ aufbauten, er habe das Projekt nur „geerbt“. Dabei sei der Dezernent in der heißen Phase des Projekts und zum Zeitpunkt fast aller Budgetüberschreitungen bereits seit zirka einem Jahr im Amt gewesen.

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Die Mitverantwortung sowohl von Oberbürgermeister Horst Schneider als auch des Sportdezernenten sei daran erkennbar, dass beide durch ihren Versuch, bei Sparkasse und Energieversorgung Offenbach größere Sponsorengelder zu akquirieren, ein gewisses Problembewusstsein bewiesen hätten.

Mission Olympic: Sport rund um die Uhr

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Aus den bisherigen Äußerungen des Magistrats gehe hervor, dass er über die Mehrkosten zumindest „dem Grunde nach informiert“ und somit einverstanden gewesen sei, dass eventuell entstehende Kosten aus anderen zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln bestritten werden könnten.

(mad)

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