Gegen Oberbürgermeister und Bürgermeister

Mission Olympic: CDU stellt Strafanzeige

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Offenbach - Wegen des Finanzdebakels um „Mission Olympic“ haben CDU-Politiker Strafanzeige gegen Oberbürgermeister Horst Schneider  (SPD) und Bürgermeister Peter Schneider  (Grüne) gestellt. Von Matthias Dahmer

„Wir gehen davon aus, dass in Sachen Mission Olympic nicht nur das Verhalten des Leiters des Sportamts strafrechtlich zu würdigen ist, sondern auch eine eventuelle Amtspflichtsverletzung der genannten hauptamtlichen Wahlbeamten“, sagte CDU-Chef Stefan Grüttner am gestrigen Samstag beim Kreisparteitag der Union. Das Sportevent Mission Olympic, das die Stadt ursprünglichen Planungen zufolge keinen Cent kosten sollte, hat wie berichtet 336.000 Euro verschlungen, das zu deckende Defizit beläuft sich auf 280.000 Euro.

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Nach Auffassung der Union haben Oberbürgermeister und Stadtkämmerer Horst Schneider sowie Bürgermeister und Sportdezernent Peter Schneider grob pflichtwidrig gehandelt, weil sie sich zunächst überhaupt nicht über den Umfang und die Kosten im Zusammenhang mit der Veranstaltung informiert und sodann Zahlungen veranlassten hätten. Erschwerend komme hinzu, dass ihnen eine besondere Sorgfaltspflicht obliege.

Mission Olympic-Finale in Offenbach

Die CDU sieht damit den Tatbestand der Untreue erfüllt, der eine persönliche Bereicherung der Handelnden nicht erfordere. Unterzeichner der Klage sind Fraktionschef Peter Freier, Parteivorsitzender Stefan Grüttner sowie Harald Ballo, Michael Maier und Roland Walter.

Bilder von Mission Olympic

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