Kreativwirtschaft trifft sich beim Sommerfest im Ostpol

Miteinander statt gegeneinander

Serdar Köksal kreiert in seinem Ostpol-Atelier Suggestions- und Hypnosebilder.(c)Foto: Georg

Offenbach J „Offenbach ist eine der wenigen Städte, in denen sich Kreativwirtschaft und Wirtschaftsförderung vertragen, mit der Luminale haben beide sogar eine gemeinsame Veranstaltung“, begrüßte Ralph Philipp Ziegler, Leiter des Amts für Kulturmanagement, die mehr als 200 Gäste beim Sommerfest der Kreativwirtschaft im Gründerzentrum Ostpol. Von Jenny Bieniek

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Erneut waren Kultur- und Kreativschaffende der Stadt ebenso wie Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir der Einladung von städtischer Wirtschaftsförderung und Gemeinnütziger Baugesellschaft (GBO) gefolgt, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Das Miteinander von Wirtschaftsförderung und Kreativwirtschaft ist dabei auch optisch wahrnehmbar: Herren in Anzügen treffen auf Turnschuhträger, der Umgang ist unverkrampft. Orangefarbene Namensanhänger weisen jeden Gast mit seinem Projekt aus.

So auch David Stuck, Christian Schäfer und Zohrab Istalifie. „Bookmy Coach“ baumelt an ihrem Hals. Die Jungunternehmer gehören seit vier Monaten zur „Ostpol-Familie“. Sie sind mit einem Start-Up erfolgreich und hoffen, unter den Besuchern neue Mitarbeiter zu finden. Ihre Plattform verbindet Fitnesstrainer und Sportstudios mit ihren Kunden und hilft bei der Organisation von Terminen und Bezahlung.

„Ostpoler“ Serdar Köksal geht es an diesem Tag vor allem um Werbung in eigener Sache. Er stellt interessierten Besuchern seine Suggestivbilder vor, die – je nach Einsatzort – für Glückgefühle und Wohlbefinden sorgen oder beruhigend wirken sollen. Zwei Etagen drunter präsentiert Björn Schneider seine Kameradrohnen, mit deren Hilfe er auch dort filmen und fotografieren kann, wo Kräne oder Helikopter nicht hinkommen.

Die Offenbacher Kreativszene blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Der Schließung des Kunstraumes Mato-Fabrik folgte die Vergabe der Zollamt-Studios, die bei den örtlichen Künstlern großen Anklang fanden und schnell belegt waren. Ein Verlust war zweifellos der Wegzug der TEDx-Ideenkonferenz für Technologie, Unterhaltung und Design nach Darmstadt. Doch ein Nachfolger ist bereits gefunden, wie Wirtschaftsförderer Jürgen Amberger ankündigte: Am 11. September gastiert ein Ableger der Berliner Webkonferenz „Webinale“ erstmals im Capitol und bietet Experten für Daten und Vernetzung Raum zum kreativen Austausch. Ebenfalls erfreulich: Sowohl das hiesige Institut für Klangforschung als auch die Akademie für interdisziplinäre Prozesse (Afip) funktionieren laut Amberger „ganz ausgezeichnet“.

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