Modern wohnen in der City

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Innovativer Wohnungsbau: So könnte die Bebauung des Luisenhofs an der Frankfurter Straße aussehen.

Offenbach - (siw) Offenbach als Sportstadt voranzubringen, aber auch neuen Wohnraum zu schaffen, sind derzeit Schwerpunkte in der Bauleitplanung beim Amt für Stadtplanung und Baumanagement. Bauland für attraktiven Wohnraum zu schaffen, ist für Stadtentwickler immer ein Thema.

Vor allem in der Innenstadt, wo es aus Sicht des Oberbürgermeisters und Planungsdezernenten Horst Schneider an modernen Wohnungen für Singles und junge Familien fehlt. Rund 200 Wohnungen verschiedener Größe könnten im Luisenhof an der Frankfurter Straße entstehen. Gegenüber dem Deutschen Ledermuseum verfügt die Stadt über ein Grundstück, für dessen Bebauung ein Projektplan existiert. Der schließt auch die ehemalige Zollverwaltung sowie ein von der Polizei genutztes Grundstück ein, das die Stadt zurückerhält, sobald das neue Polizeipräsidium am Buchhügel fertig ist. Der Plan sieht eine Ladenzeile entlang der Frankfurter Straße mit einem Parkhaus vor. Im Inneren des Quartiers sollen um eine Grünanlage herum Wohnungen in freistehenden Stadtvillen entstehen. Die Stadt sucht dafür nach einem Investor.

Ganz oben auf der Agenda steht außerdem der Bebauungsplan für das neue Sportzentrum in Bürgel. Die traditionsreiche Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) 1847 Bürgel plant den Bau einer neuen Halle für rund 3,5 Millionen Euro am Standort ihrer Tennishalle zwischen Rumpenheimer Straße und der künftigen Umgehungsstraße Mainzer Ring. Die Stadt unterstützt das Bauvorhaben mit zwei Millionen Euro, zur Hälfte aus Fördermitteln des Konjunkturpakets II. Der Vorentwurf des Bebauungsplans steht im Juli im Magistrat zur Abstimmung. Im August wird er für vier Wochen im Amt für Stadtplanung und Baumanagement zur Einsichtnahme ausliegen. Nach den Sommerferien werden die Pläne zusätzlich in einer Bürgerversammlung vorgestellt. 2010 soll der Bebauungsplan rechtskräftig sein.

Markus Eichberger, stellvertretender Amtsleiter und Leiter des Bereichs Stadtentwicklung und Städtebau: „Bis Ende des Jahres wollen wir das zweistufige Bürgerbeteiligungsverfahren abschließen. Wir sammeln alle Anregungen und Einwände und werten sie aus, um sie den Stadtverordneten zur Abwägung vorzulegen.“

Auch die Vorbereitungen für Sportzentrum am Wiener Ring gehen weiter

Parallel zu den Planungen in Bürgel gehen die Vorbereitungen für das Sportzentrum Wiener Ring weiter. Auf dem Gelände des ehemaligen Tambourbades will die Stadt dringend benötigte Spiel- und Trainingskapazitäten für den Breitensport bereitstellen und gleichzeitig den Spitzensport fördern. Realisiert werden soll der maximal fünf Millionen teure Umbau von der neuen Sport- und Freizeit GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Stadtwerke Offenbach Holding. Ein Bebauungsplan ist allerdings nicht notwendig, denn der geltende aus den 1970er Jahren sieht das Gelände bereits für Sporteinrichtungen vor.

Für zwei weitere Vorhaben will das Amt für Stadtplanung und Baumanagement noch in diesem Jahr Baurecht schaffen. So soll auf einem Teil des derzeitigen Vereinsgeländes des Offenbacher Tennisclubs (OTC) an der Helene-Mayer-Straße eine Senioren-Wohnanlage entstehen. Der Erlös aus dem Verkauf sichert die Zukunft des Vereins und das Projekt trägt zur Weiterentwicklung des Westends bei. Das Pflegeheim soll 116 Plätze umfassen, darunter auch 27 Pflegeplätze für Demenzkranke. Auch soll es eine sogenannte Pflege-Oase mit neun Plätzen für Schwerstdemenzkranke im Endstadium geben. 15 „Kompetenzpflegeplätze“ sind für die Pflege von Menschen vorgesehen, die einen Schlaganfall erlitten haben, an Multipler Sklerose oder an Parkinson erkrankt sind oder beatmet werden müssen. Hinzu kommen 65 allgemeine Pflegeplätze. Laut Eichberger soll der Bebauungsplan, für den der Investor die Kosten trägt, im September im Stadtparlament beschlossen werden.

Dann steht auch der vorhabenbezogene Bebauungsplan für das Hospiz Fanny de la Roche am Lichtenplattenweg zur Abstimmung. Geplant ist bis 2010 eine Einrichtung mit acht Plätzen, wo todkranken Patienten ein Sterben in Würde ermöglicht wird.

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