60 Module für Kinderträume

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„Dies ist der größte und schönste Kindergarten in Offenbach“, befand Klinikum-Geschäftsführer Hans-Ulrich-Schmidt (hier im Gespräch Kämmerer Michael Beseler) mit sympathischer Unbescheidenheit bei der Einweihung.

Offenbach - „Herein,  herein, wir laden alle ein!“ Mit dem Kindergartenlied, das die Erzieherinnen mit ihren Schützlingen einstudiert hatten, begann die feierliche Einweihung der neuen Kindertagesstätte 5 auf dem Klinik-Gelände. Von Veronika Szeherova

Mit sichtlichem Stolz und Zufriedenheit eröffneten Klinikum-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt, Stadtkämmerer Michael Beseler und Bürgermeisterin Birgit Simon die moderne Einrichtung am neuen Standort. Nach 37 Jahren wurde der bisherige Betriebskindergarten geschlossen. Der Grund: Mittlerweile war das Gebäude am Starkenburgring viel zu klein, genügte nicht mehr den Erfordernissen. Zudem war das Areal für eine bauliche Erweiterung zu eng. Eine Entscheidung steht noch aus, was nun mit dem alten Kita-Gebäude passiert.

Neben dem Klinik-Parkhaus ist in 22 Wochen ein Gebäude entstanden, das künftig sowohl als städtische Kita als auch als Betriebskita des Klinikums dient. Kostenpunkt: 3,5 Millionen Euro.

Die neuen Räume bieten viel Platz (1 800 qm Innenraum, 2 400 qm Freifläche) für 239 Kinder. Das Klinikum behält sein Belegungsrecht von bis zu 100 Plätzen. Betreut werden Kinder zwischen null und zwölf Jahren in zwei Hortgruppen, drei Kleinkindgruppen und sechs Kindergartengruppen von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 5.45 und 17 Uhr.

Arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten

Vereinbarung von Familie und Beruf war unser vornehmstes Ziel“, erklärte Beseler, „vor allem auch in Hinsicht auf allein Erziehende“. Bürgermeisterin Simon betonte neben den arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten für Klinikum-Mitarbeiter die Fortschrittlichkeit der Einrichtung: „Es gibt hier einen Experimentierraum, ein Atelier sowie in jedem Stockwerk einen Turnraum. Beim Bau wurden neueste pädagogische Erkenntnisse berücksichtigt.“ Sie lobte den Architekten Marc Fink, der auf alle besonderen Anforderungen gewissenhaft und ideenreich und trotzdem fristgerecht eingegangen ist.

Valentin Hof von der Baufirma Kleusberg erklärte die angewandte Modulbauweise mit einer vorgesetzten Pfosten-Riegel-Konstruktion, bei der 60 vorgefertigte, tonnenschwere und bis zu 15 Meter lange Module aneinander gefügt wurden. „Es ist ein ähnliches Prinzip wie bei Legosteinen“, so Hof. Nachts wurden Sondertransporte von der Baufirma nach Offenbach geschickt, um gleich früh morgens mit den Arbeiten fortfahren zu können. Lediglich am Anfang habe es Probleme mit „erschwerten Bodenverhältnissen“ gegeben, sonst sei alles plangemäß verlaufen.

„Der größte und schönste Kindergarten“

Das Gebäude besticht durch seine hellen, freundlichen Farben und die offene großzügige Gestaltung. „Dies ist der größte und schönste Kindergarten in Offenbach!“ befand Hans-Ulrich-Schmidt. Auch Kita-Leiterin Dagmar Buchwald, die mit der Eröffnung ihren ersten Arbeitstag hatte, lobte: „Der Raum als dritter Erzieher ist in der Pädagogik bekannt. Positiver als in diesem Bau kann sich dies nicht auswirken!

Die Schwerpunkte in der Einrichtung würden laut Buchwald in den Bereichen Sprache, Ernährung, Naturwissenschaften, Kunst und Musik sowie Bewegungsförderung und Vermittlung interkulturelle Kompetenzen liegen. Die vorher in Stuttgart tätige neue Kita-Leiterin kam gerne und mit großen Erwartungen nach Offenbach. „Die hohen Ziele, die hier in Bezug auf die Qualitätsentwicklung gestellt werden, haben auf mich motivierend gewirkt“, so Buchwald.

Vor der symbolischen Schlüsselübergabe überreichte Annelie Hahner vom Personalrat des Eigenbetriebs Kindertagsstätten Blumen an das Team und wünschte viel Erfolg und gutes Gelingen.

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