Neubaugebiet Hafen

Molenpark im Hafen eröffnet

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Schattensucher: Auch das Fest zur Eröffnung des Molenparks litt am Sonntag unter der brütenden Hitze.

Offenbach - Seit Sonntag ist Offenbach um einen Park reicher. Eigentlich handelt es sich beim Oberen Molenpark im neu entwickelten Hafenareal um eine kleine, ans Wasser führende Grünanlage. Von Claus Wolfschlag

Etwas Rasen, einige Jungbäume und Kleingewächse, eingefasst von Betonbrüstungen und Gitter-Stein-Wänden. „Als Park haben wir das noch gar nicht wahrgenommen. Für uns wirkte das alles als Teil einer großen Baustelle“, sagen Frank und Martina, die unter einem der Sonnenschirme Platz genommen haben. Der Stuttgarter sucht mit seiner Offenbacher Freundin nach einer Wohnung. Durch Zufall sind sie auf die kleine Veranstaltung am Hafenkai aufmerksam geworden.

In brütender Hitze besteigen dort Oberbürgermeister Horst Schneider, Daniela Matha, Geschäftsführerin der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG), und Frank Junker von der ABG Frankfurt Holding das Podium. Schneider erwähnt die Entwicklungsschritte des Hafenareals, die Fertigstellung der ersten Wohnungen im nächsten Jahr, Sonnenweg und Hafentreppe. Es handele sich dabei um einen „Wendepunkt der regionalen Zusammenarbeit“. Die Anwesenden seien somit Zeitzeugen der Wiederbelebung dieses wichtigen städtischen Areals. Zudem schreite die Entwicklung des ganzen Mainufers voran. Schneider nennt in diesem Zusammenhang die von Kelsterbach bis Mühlheim reichende Klimaroute, die neue Mainbrücke im Frankfurter Osthafen und die Umgestaltung des Kaiserlei-Kreisels.

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Daniela Matha betont die Ruhe und besondere Lage des nun eröffneten Molenparks, bei dem auch historische Kopfsteine wiederverwendet worden sind. Im nächsten Jahr werde der neue Radweg hergestellt, zudem folge die Anlage größerer Grünflächen.

Frank Junker von der ABG Frankfurt, die das erste Hafengrundstück im Passivhausstandard bebaut, schwärmt gar vom „Beginn einer neuen Freundschaft zwischen Frankfurt und Offenbach“. Seine Vision von der Entwicklung des Offenbacher Hafens habe er nämlich trotz der anfänglichen Skepsis seiner Frankfurter Kollegen durchgesetzt.

Dann betritt die Frankfurter Jugendband Five die Bühne auf der dort verankerten Schute „Vita“, einem dem Schiffsverkehr entzogenen Ausstellungskahn. Die dreiköpfige Combo von der Gesamtschule Nordend Frankfurt, an der auch Horst Schneiders Ehefrau unterrichtet hat, stößt mit ihrer Mischung aus Rock’n’Roll und Blues beim Publikum auf positive Resonanz. Hanne Reichel von der OPG hat die von ihr entdeckte Band rekrutiert und die Veranstaltung organisiert.

Dazu gehören auch Getränke und Speisen zu zivilen Preisen. Die Colori-Eventagentur bietet Kinderschminken und Glitzertattoos für den Nachwuchs an. Zudem hat die ABG einen Infostand zu ihren ab September 2013 bezugsfertigen Wohnungen im Mainviertel aufgebaut. Interessierten Besuchern steht es frei, im Inneren des Ausstellungsschiffs die das Hafenareal dokumentierende Fotoschau der Künstler Wiebke Grösch und Frank Metzger zu besichtigen.

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