Auf Mühlheimer wird’s eng

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Es ist noch viel zu tun auf der Zufahrtsstraße zum OBI-Baumarkt bis zur Eröffnung nächste Woche. Auch an der Mühlheimer Straße steht in den nächsten Monaten viel Arbeit bevor.

Offenbach ‐ Stadtplanung ist so eine Sache. Monatelang grübelt und tüftelt man an Bauplänen, organisiert, skizziert, rechnet. Und dann kommt ein besonders harter Winter und macht die ganze schöne Planung zunichte. Von Veronika Szeherova

So muss auch das Thorer-Gelände an der Mühlheimer Straße länger auf seine Neunutzung als Mekka für Hobby-Handwerker warten. Der OBI-Baumarkt, der ursprünglich im Februar seine Pforten öffnen sollte, tut dies endgültig erst am Donnerstag, 25. März. Doch bis dahin kommt noch einige Arbeit auf das verantwortliche Bauunternehmen ST-Gewerbebau GmbH zu. Es muss die Mühlheimer Straße bis zum Eröffnungstag so umbauen, dass die Autofahrer in den OBI-Markt abbiegen können, ohne den Verkehr zu behindern.

„Das bedeutet konkret, dass wir eine Verkehrsinsel mit Lichtsignalanlage fertigstellen müssen“, erklärt Geschäftsführer Walter Gehring. Die Kreuzung müsse aus beiden Richtungen kommend sicher befahrbar sein. Dafür sollen die neuen Ampeln und eine zunächst provisorische Straßenmarkierung sorgen. Das alles muss innerhalb der nächsten zwei Wochen geschehen - als erster von acht geplanten Bauabschnitten. „Das Wichtigste zunächst ist, dass zur OBI-Eröffnung diese Arbeiten abgeschlossen,“, so der stellvertretende Leiter des Amtes für Stadtplanung und Baumanagement, Joachim Bier-Kruse. „Wir rechnen am 25. März mit vielen Besuchern, also mit einem Ausnahmezustand. Da muss verkehrstechnisch alles klappen.“

Edeka wird kommen

300 Parkplätze soll es vor dem OBI geben. Wenn im Herbst auch der Lebensmittelmarkt Edeka steht, kommen weitere 226 Parkplätze hinzu. Die angrenzende Nachbarstadt Mühlheim hatte gegen das Supermarkt-Bauvorhaben protestiert, da der CDU-Bürgermeister Bernd Müller eine Zerschlagung der Einzelhandelsstrukturen in seiner Kommune befürchtete. „Die Probleme mit der Stadt Mühlheim sind ausgeräumt“, fasst Gehring sich kurz. „Der Edeka wird kommen, wenn auch etwas später als ursprünglich geplant.“

Immerhin sollte dabei im Falle weiterer Verzögerungen nicht mehr kaltes Wetter verantwortlich sein. Das Bauvorhaben OBI zog sich wegen des gefrorenen Bodens, der insbesondere die Kanalarbeiten unmöglich machte, in die Länge. Auch die Altlastenprüfung gestaltete sich aufgrund des harten Winters langwierig.

Von neun bis 15 Uhr nur zweispurig

Mit Einschränkungen auf der Mühlheimer Straße müssen Autofahrer in den nächsten dreieinhalb Monaten ständig rechnen. Erst am 30. Juni soll die Infrastruktur rund um den OBI-Markt komplett fertig sein. Eine flexible Verkehrsregelung soll bis dahin für Verkehrsfluss auch während der Bauarbeiten sorgen. „Von sieben bis neun Uhr morgens ist die Straße vierspurig befahrbar, von neun bis 15 Uhr nur zweispurig, danach wieder vierspurig“, erläutert Bier-Kruse. „Der Berufsverkehr soll also möglichst wenig von den Arbeiten betroffen sein.“ Auch die vorhandenen Verkehrsinseln werden neu gemacht, teils verkürzt und in Bedarfsfahrbahnen umgewandelt.

Ungefähr alle zwei Wochen wandert die Baustelle ein Stück. Die Fahrspuren werden jeweils dem Bedarf angepasst. „Es ist ein bisschen wie auf einem ein Verschiebebahnhof“, sagt Stadtplanungsamts-Leiterin Susanne Schoellkopf. „Wir werden die Autofahrer natürlich immer rechtzeitig und gut sichtbar informieren.“ Nur in der Osterzeit vom 25. März bis 6. April wird nicht gebaut.

Letzten Bauarbeiten geschehen Ende Juni

Anfang bis Mitte Mai wird an der Nordseite der Straße die Kanalisation verlegt. „Es kann tageweise Sperrungen geben, sonst halten wir alle vier Fahrspuren aufrecht“, so Schoellkopf. Mit den größten Einschränkungen sei beim Bau der neuen Fahrbahndecke im Juni zu rechnen. „Die Fahrbahn wird so großflächig wie möglich gefräst, es wird in jede Richtung nur eine Fahrspur geben.“ Die letzten Bauarbeiten geschehen Ende Juni am Brielsweg, von wo aus die Warenanlieferungen zum OBI erfolgen sollen.

Auch diejenigen, die an der Mühlheimer Straße mit dem Bus unterwegs sind, müssen aufpassen. Die Haltestelle „Karl-Herdt-Weg“, die sich momentan inmitten der Baustelle befindet, wird in westliche Richtung verschoben in Höhe des Opel-Autohauses.

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