Umzug kommt Müllsünderin teuer zu stehen

Offenbach (cor) - 1400 Euro muss eine Frau zahlen, weil sie ihre ausgediente Wohungseinrichtung einfach auf dem Gehweg abstellte. Die Rechtmäßigkeit des Bußgelds bestätigte nun das Amtsgericht.

Aus den Augen, aus dem Sinn, dachte wohl eine Bewohnerin aus dem Landgrafenring, als sie vor einem Jahr ins Ruhrgebiet umzog. Statt den kostenlosen Sperrmüllservice zu ordern, stellte sie ihre ausgediente Einrichtung auf dem Gehweg ab.

Nachbarn zeigten die Müllsünderin beim städtischen Ordnungsamt an. Die Ermittler fanden vor Ort eine Müllkippe mit einem Volumen von rund drei Kubikmetern vor. Bunt gemixt lagen ein Wäscheständer, ein Tisch, zwei Betten, Kleinmüll und Altkleider herum.

Das Ordnungsamt verhängte gegen die Ex-Offenbacherin ein Bußgeld in Höhe von 1400 Euro. Die Frau legte gegen den Bescheid jedoch Einspruch ein. Jetzt hat das zuständige Amtsgericht entschieden. Das Bußgeld wurde zu Recht verhängt. Die Verurteilte muss zahlen.

„Erklären lässt sich das Phänomen, den Müll einfach auf die Straße zu stellen, nur schwer“, sagt Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. In Offenbach gebe es die Möglichkeit, Sperrmüll kostenlos zu entsorgen. Ein Anruf unter 069 8065–4545 genüge. Auch im Bürgerbüro im Rathaus könne ein kostenloser Abholtermin vereinbart werden. Hinweise auf illegale Müllablagerungen und Verursacher nimmt das Ordnungsamt unter der Hotline 8065-4747 entgegen.

Rubriklistenbild: © dpa

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