Es darf endlich wieder regnen

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Stadtrat Paul-Gerhard Weiß und die Awo-Geschäftsführerin Ute Kellner-Heister gaben den sanierten Müllerweg, einzige Zufahrt im Hainbachtal zu den dortigen Werkstätten und der Arbeiterwohlfahrt, frei.

Offenbach (mcr) - Das letzte rot-weiße Flatterband ist mit feierlichem Getöse abgeschnitten, das Gelände der Arbeiterwohlfahrt im Hainbachtal ist es nicht mehr: Stadtrat Paul-Gerhard Weiß und die Awo-Geschäftsführerin Ute Kellner-Heister haben am Sonntag den Müllerweg offiziell wieder für den Verkehr freigegeben.

Die einzige echte Verbindungsachse zwischen der verlängerten Waldstraße und dem Hainbachtal war seit Ende August komplett gesperrt gewesen; als Ausweichstrecken hatten eigens präparierte Waldwege gedient.

Etwas anderes als ein Komplettumbau war für den Müllerweg nicht mehr in Frage gekommen. Zu sehr hatten viele Winter und Regenperioden die Straße in Mitleidenschaft gezogen, zu berechtigt war der Ruf nach einem brauchbaren Fußgängerweg gewesen. Jetzt ist das 300.000 Euro teure, im November vergangenen Jahres von der Kommunalpolitik nach langem Kostenstreit um die letztlich verneinte Straßenbeitragspflicht für die Arbeiterwohlfahrt abgesegnete Werk vollbracht.

Die Straße selbst wurde auf ihren 300 Metern Länge neu angelegt und mit durchgängig 4,75 Meter etwas breiter als zuvor. Neu ist auch eine insgesamt 5,50 Meter breite Ausweichstelle, an der sich zwei Busse begegnen können, ohne Reibungsverluste zu riskieren.

Vor allem das ist wichtig; über den Müllerweg werden viele behinderte Menschen und auch tonnenschweres Material zu den Awo-Werkstätten im Hainbachtal chauffiert. Außerdem werden die Busse der Linie OF30, die bisher nur an der Waldstraße hielten, künftig direkt bis zum Awo-Areal fahren. Das gilt auch als Glücksfall für das dortige Waldcafé, das als Ausflugsziel sehr beliebt ist und der Sozialorganisation als Ort für allerlei Veranstaltungen dient - wie am Sonntag für das Müllerweg-Fest mit der Bieberer Oldie-Formation „Udo, Wolfgang & Co.“ und mancher Überraschung.

Auf dem Müllerweg selbst gilt ab sofort Tempo 30. Und parallel, auf dem neuen, barrierefreien Fußgängerweg, darf es so gemächlich zugehen, wie’s beliebt. Außerdem wurde die bisher funzelige Straßenbeleuchtung an die Gehweghinterkante versetzt, ergänzt und mit neuen Leuchten versehen. Im Einsatz sind nun Lampen mit einem geringen Ultraviolett- und Blauanteil. Ihr Licht wirkt auf nachtaktive Insekten weniger anlockend als herkömmliche Leuchten. Es sind energiesparende Natriumdampflampen, die nicht nach oben abstrahlen und ein leicht gelbliches Licht verbreiten.

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