Müllsack war einfach zu billig

Offenbach - (siw) Der Kunde staunte nicht schlecht, als er im Bürgerbüro am Schalter des städtischen Dienstleisters ESO satte vier Euro für einen zusätzlichen grauen Müllsack hinblätterte, der ihn noch im vergangenen Jahr 1,70 Euro gekostet hatte. Doch beim Staunen beließ der Käufer es nicht: Er griff zum Telefonhörer, um die Redaktion über diese gepfefferte Preiserhöhung zu informieren.

ESO-Sprecher Oliver Gaksch zeigte sich nicht sonderlich überrascht ob der Beschwerde, ähnliche Reaktionen waren ihm bereits öfter begegnet. Auf den ersten Blick sei die Erhöhung erheblich, räumte er ein. Doch einige Jahre lang habe man die Dienstleistung einfach zu günstig angeboten. Rechne man Anfahrt und Entsorgungsgebühr für den 60 Liter fassenden Sack auf den Preis der Mülltonne um, liege das Unternehmen mit vier Euro durchaus richtig.

Zum Vergleich: In Mainz zahlen Bürger 3,60 Euro für das zusätzliche Behältnis, das 70 Liter Abfall aufnehmen kann, in Wiesbaden vier Euro (hier fehlt allerdings das Fassungsvermögen). Beim Blick über die Stadtgrenze in Richtung Heusenstamm ergeben sich Gebühren von 3,85 Euro für einen 70-Liter-Sack. Die Kosten würden ja nur in Ausnahmesituationen fällig, sagte Gaksch. „Der Sack kommt ja nur dann ins Spiel, wenn die normale Tonne ausnahmsweise nicht ausreicht.“

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