Eine neue Halle für die Region

Offenbach - Für „kleinkariert“ hält Oberbürgermeister Horst Schneider Stimmen, die eine geplante neue Multifunktionshalle am Kaiserlei für unnötig oder gar als Konkurrenz zu Offenbacher Veranstaltungshallen erachten, wie etwa Roland Walter von der CDU.

„Die Region braucht diese Halle“, ist Schneider überzeugt, nicht nur für Sportarten wie Handball, Fußball oder Eishockey. „Wenn unsere Metropolregion in der Weltliga mitspielen will, darf die Wertschöpfung einer solchen Halle nicht an uns vorbei gehen. “ Er verweist auf ähnliche Arenen in Mannheim, Köln und Hamburg und auf die mit gerade mal 5000 Zuschauerplätzen „viel zu kleine“ Ballsporthalle in Frankfurt-Höchst. „Wir müssen größer denken!“.

Ohnehin sei es unwahrscheinlich, sämtliche Gewerbeflächen am Kaiserlei „in dieser Dekade“ gewinnbringend zu erschließen angesichts des hohen Büroleerstands in beiden Städten. Trotz der geäußerten verkehrlichen Bedenken hält Schneider den Standort Kaiserlei für den richtigen. „Gerade aus Offenbacher Sicht, um der Westdrift in dieser Region etwas entgegen zu setzen. Die EZB im Frankfurter Osten gibt uns dafür die richtige Chance.“

Die Pläne für eine solche regionale Großsporthalle, die Frankfurt auch für internationale Musikkonzerte nutzen will, sind wie der Rückbau des Kreisels gut zwei Jahrzehnte alt und im Zuge des Kaiserlei-Deals wieder aus der Schublade geholt worden. Sie soll eine Kapazität von etwa 15 000 Besuchern haben und dem Eishockeyverein Löwen Frankfurt sowie den Basketballern der Frankfurt Skyliners eine neue feste Heimat bieten. Frankfurt will den Bau der Halle so schnell wie möglich ausschreiben.

(fel)

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