Multifunktionshalle am Kaiserlei

Schneider aus dem Schneider

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Der Kaiserlei von oben betrachtet.

Offenbach - Bei der Planung einer Großarena am Kaiserlei soll Offenbach allenfalls geringe finanziellen Lasten tragen müssen. Das versichert Frankfurts Sportdezernent Markus Frank.

Zugleich entschuldigt er sich für eine anderslautende Pressemitteilung der Stadt Frankfurt, die Anlass für harsche Kritik an OB Schneider war. Frankfurt, Offenbach und Regionalverband haben sich bei der Planung der Multifunktionshalle auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Dabei ist Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider aber nicht wie vermeldet wortbrüchig geworden. Er ist vielmehr Opfer einer Pressemitteilung, die von der Frankfurter Verwaltung falsch verbreitet worden sein soll. Darin hatte es geheißen, Offenbach werde anteilig an den Planungskosten beteiligt.

Wenn dies zum Ergebnis eines Gesprächs zwischen den Oberbürgermeistern Peter Feldmann, Horst Schneider sowie Sportdezernent Frank und Regionalverbandsdirektor Ludger Stüve gehört hätte, wäre Offenbachs OB tatsächlich wortbrüchig geworden. Schneider hatte nämlich immer wieder betont, dass eine solche etwa 130 Millionen Euro teure Sport- und Veranstaltungshalle als weicher Standortfaktor für das Rhein-Main-Gebiet wünschenswert sei, Offenbach selbst eine solche Halle aber nicht brauche. Eine Beteiligung an den Planungskosten hatte er damit ausgeschlossen.

„Es ist keinerlei Kostenbeteiligung abgesprochen“

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Markus Frank verteidigt gegenüber unserer Zeitung den Offenbacher OB: „Ich kann Herrn Schneider da nicht im Regen stehen lassen.“ Dieser habe immer wieder darauf hingewiesen, dass Offenbach für dieses Projekt nur bei der Planfeststellung, aber nicht finanziell helfen könne. Im Presseamt der Stadt sei die vorgesehene Beauftragung eines Projektentwicklers für die Erarbeitung attraktiver Ausschreibungsunterlagen und die dafür vorgesehene anteilige Beteiligung an den Kosten in etwa fünfstelliger Höhe falsch in die zuvor unter allen Beteiligten abgestimmte Verlautbarung eingearbeitet worden. Frank: „Dafür muss ich mich bei Herrn Schneider entschuldigen. Wir wissen doch, dass wir Offenbach bei diesem Projekt nicht überfordern dürfen.“ Schneider, der in diesem Fall nicht so ganz an einen Zufall glauben will, stellt aber auch hier klar: „Es ist keinerlei Kostenbeteiligung abgesprochen.“

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Noch an einem weiteren Punkt macht Frank klar, dass Schneider den Offenbacher Kurs hält. Der OB habe immer darauf hingewiesen, dass Zuschüsse für die Umgestaltung des Kaiserleikreisels in eine Kreuzung nicht gefährdet werden dürften. Diese Befürchtung hatte die Offenbacher CDU nach der falschen Frankfurter Pressemitteilung geäußert.

Vertreter von Frankfurt und Offenbach, so heißt es, wollten nun gemeinsam nach Berlin fahren, um im zuständigen Ministerium für die möglichen Änderungen im Zuge eines Hallenbaus zu werben. 

fp

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