Oberlandesgericht: Mundschutz ist eine Waffe

Frankfurt/Offenbach - Ein Fußballfan muss mit einer Strafe rechnen, weil er einen Mundschutz ins Offenbacher Stadion mitbringen wollte. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt wertete den Mund- oder Zahnschutz als Schutzwaffe, die bei Veranstaltungen unter freiem Himmel verboten ist.

Ein solche Kunststoffspange wie bei Boxern schütze den Mund vor Schlägen - sie sei deshalb eine Schutzwaffe im Sinne des Versammlungsgesetztes und ein Indiz für offenkundige Gewaltbereitschaft.

Das Amtsgericht Offenbach hatte den Fußballfan zunächst freigesprochen. 2009 hatte er den Mundschutz bei sich, als er sich ein Spiel im Stadion in Offenbach anschauen wollte. Der damals 21-Jährige hatte erklärt, er wolle sich damit vor Rivalitäten zwischen Fans schützen. Das OLG hob den Freispruch auf und sprach den Mann schuldig. Das Amtsgericht Offenbach soll nun das Strafmaß festsetzen.

dpa

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